Olmesartan/ Amlodipin: Drei Wirkstärken und klare Grenzen bei Nierenproblemen
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 08:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Indikation und Dosierungsschemata der Zweifachkombination
Fachinformationen zu Bivis des italienischen Herstellers Laboratori Guidotti S.p.A. mit Datenstand Mai 2026 beschreiben das klinische Profil der Fixkombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und einem Kalziumantagonisten.
Das Kombinationspräparat Olmesartan/Amlodipin ist für die medikamentöse Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten indiziert, deren Blutdruckwerte durch eine vorangegangene Monotherapie mit Olmesartan oder Amlodipin allein nicht ausreichend kontrolliert werden können.
Das Arzneimittel steht in drei standardisierten Wirkstärken zur Verfügung: 20 mg/5 mg, 40 mg/5 mg sowie 40 mg/10 mg, jeweils konfektioniert in Packungsgrößen zu 28 Filmtabletten. Als therapeutische Standarddosis ist eine Tablette täglich vorgesehen, die unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden kann.
Dieselbe Zusammensetzung und Dosierungsvorgabe gilt für das Präparat Olmesartan e Amlodipina Pensa des Herstellers Towa Pharmaceutical S.p.A., das ebenfalls in diesen drei Wirkstärken zu je 28 Filmtabletten angeboten wird.
Besondere Patientengruppen und Dosisanpassung
Bei älteren Patienten ab einem Alter von 65 Jahren ist im Regelfall keine routinemäßige Dosisanpassung erforderlich, Dosissteigerungen sollten jedoch mit entsprechender Vorsicht vorgenommen werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen und Dosierungsgrenzen greifen bei bestehenden Organfunktionseinschränkungen:
- Niereninsuffizienz: Bei einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 60 ml/min ist die maximale Dosis auf 20 mg Olmesartan pro Tag limitiert. Bei einer Clearance von unter 20 ml/min wird die Einnahme nicht empfohlen.
- Leberinsuffizienz: Liegt eine mittlere Leberinsuffizienz vor, beträgt die empfohlene Anfangsdosis 10 mg Olmesartan täglich, wobei die Tageshöchstdosis von 20 mg nicht überschritten werden darf.
- Pädiatrische Population: Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind Sicherheit und Wirksamkeit der Wirkstoffkombination bislang nicht belegt.
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Kontraindikationen und Sicherheitsvorgaben
Die dokumentierten Fachinformationen beider Präparate weisen auf eindeutige Kontraindikationen hin. Eine Behandlung ist im zweiten und dritten Trimester einer Schwangerschaft sowie bei schwerer Leberinsuffizienz oder einem Gallenwegsverschluss ausgeschlossen.
Weitere Gegenanzeigen umfassen das Vorliegen einer schweren Hypotonie, Schockzustände, hämodynamisch relevante Aortenstenosen sowie eine instabile Herzinsuffizienz nach einem akuten Myokardinfarkt.
Darüber hinaus darf die Kombination bei Patienten mit Diabetes mellitus oder einer eingeschränkten Nierenfunktion mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von unter 60 ml/min/1,73 m² nicht gleichzeitig mit dem Renin-Inhibitor Aliskiren verabreicht werden.
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Therapeutischer Kontext moderner Kombinationstherapien
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