Olivenöl-Test, Produkten

Olivenöl-Test: Nur 2 von 30 Produkten bestehen – Pestizide überall

02.07.2026 - 18:04:11 | boerse-global.de

Die aktuelle ÖKO-TEST-Untersuchung zeigt massive Pestizidbelastungen in Olivenölen. Nur zwei Bio-Produkte erhalten die Bestnote.

ÖKO-TEST 2026: Nur zwei von 30 Olivenölen überzeugen
Olivenöl-Test - Nahaufnahme verschiedener Speiseöle in eleganten Glasflaschen auf einer Küchenarbeitsplatte, die Qualität und Gesundheit symbolisieren. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die meisten Produkte sind mit Pestiziden belastet – manche sogar mehrfach.

Die Untersuchung vom Frühjahr 2026 zeigt ein erschreckendes Bild: Während Aldi Nord/Süd mit einem Bio-Öl und Rapunzel die Bestnote erhielten, fanden Tester in konventionellen Ölen bis zu sechs verschiedene Pestizide gleichzeitig. Besonders problematisch: Sämtliche getesteten Öle enthielten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH). Vier Produkte wiesen sogar bedenkliche Konzentrationen aromatischer Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) auf, die als potenziell krebserregend gelten.

Sensorische Mängel und Weichmacher in Bio-Ölen

Bei sieben Proben stellten die Tester ranzige oder stichige Geschmacksfehler fest. Selbst vor Bio-Produkten machten die Mängel nicht halt: In fünf Bio-Ölen fanden sich Rückstände des Weichmachers Dibutylphthalat.

Dabei müssen gute Öle nicht teuer sein. Hochwertige Produkte punkten mit hohen Polyphenolgehalten von über 1.000 mg/kg. Diese gesunden Pflanzenstoffe entstehen besonders bei früher Ernte und Kaltpressung.

Die mediterrane Ernährung als Schlüssel zur Langlebigkeit

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Olivenöl spielt eine zentrale Rolle in der mediterranen Kost – und die scheint der Schlüssel zu einem langen Leben zu sein. Eine Studie im Fachjournal Cell Reports Medicine untersuchte das Mikrobiom einer 117-jährigen Frau. Ergebnis: Ihr biologisches Alter lag deutlich unter ihrem chronologischen. Ihr Darm wies eine fünffach höhere Konzentration an Bifidobakterien auf als der Durchschnitt.

Ihr Geheimnis? Täglicher Joghurt, mediterrane Kost und regelmäßige Bewegung. Das Plant-Points-System empfiehlt mindestens 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel pro Woche – inklusive Nüsse, Samen und Kräuter.

Omega-3-Fettsäuren senken Herzinfarktrisiko drastisch

Dass hochwertige fette Leben retten können, zeigt die PISCES-Studie aus dem New England Journal of Medicine. Bei über 1.200 Dialysepatienten senkte die tägliche Einnahme von 1,5 Gramm Fischöl das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um 43 Prozent.

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Eine Folgestudie mit 5.000 Teilnehmern über fünf Jahre soll nun Langzeitdaten liefern. Die Ergebnisse gelten bei Regulierungsbehörden als qualitativ hochwertig.

Pestizid-Skandal: Zweifel an Herstellerstudien

Auch die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln gerät zunehmend unter Druck. Im Fokus steht das Fungizid Fluazinam. Recherchen und Analysen der Universität Stockholm deuten darauf hin, dass Herstellerstudien zur Gehirnentwicklung bei Ratten möglicherweise fehlerhaft waren. Die EFSA prüft die Zulassung derzeit neu.

Neue EU-Regeln für Lebensmittelzusätze

Der regulatorische Rahmen wird ebenfalls angepasst. Am 27. Mai 2026 legte der Rat der EU seine Position zum Food-Feed-Omnibus-Verfahren fest. Das Reformpaket soll Zulassungsverfahren für Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe modernisieren.

Gleichzeitig rücken Lieferketten in den Fokus: Laut Futtermittelradar der Deutschen Umwelthilfe unterstützen immer mehr Unternehmen die EU-Verordnung gegen Entwaldung. Die systematische Umsetzung der Prüfverfahren variiert in der Branche allerdings noch stark.

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