Office-Funktionsstopp, Mac-

Office-Funktionsstopp ab 13. Juli: Ältere Mac- und iOS-Versionen betroffen

05.06.2026 - 17:43:39 | boerse-global.de

Indische Behörde warnt vor schwerer Office-Lücke. Zudem droht ab Juli ein Funktionsstopp für ältere Mac- und iOS-Versionen.

CERT-In warnt vor kritischer Microsoft Office Sicherheitslücke
Office-Funktionsstopp - A digital padlock icon over a blurred office desktop with a laptop showing Microsoft Office applications, symbolizing software security. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das indische Computer-Notfallteam CERT-In hat eine dringende Warnung zu einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in Microsoft Office herausgegeben. Die als CVE-2026-45659 eingestufte Schwachstelle betrifft die gesamte Office-Palette und könnte Angreifern die vollständige Kontrolle über betroffene Systeme ermöglichen.

Hochriskante Schwachstelle in der Office-Suite

Die Sicherheitslücke gilt als hochriskant. Angreifer können sie aus der Ferne ausnutzen, um beliebigen Code auf dem Zielsystem auszuführen. Das bedeutet im Klartext: Unbefugte könnten sensible Daten stehlen, die Systemkontrolle übernehmen oder Schadsoftware installieren.

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Sicherheitsexperten raten dringend, die aktuellen Patches von Microsoft umgehend einzuspielen. Die Warnung kommt nicht isoliert – parallel wurde eine weitere Schwachstelle im Microsoft Edge Browser (CVE-2026-45495) entdeckt, die ebenfalls Remote-Code-Ausführung über Pfadvalidierungsfehler in Feedback-Protokolldateien ermöglicht.

Funktionsstopp für ältere Mac- und iOS-Versionen

Microsoft hat für den 13. Juli 2026 einen drastischen Einschnitt angekündigt. Ab diesem Datum verlieren Nutzer von Office 2019, Office 2021 und Microsoft 365 auf älteren macOS-, iOS- und iPadOS-Versionen die Möglichkeit, Dokumente zu erstellen, zu bearbeiten oder zu speichern.

Der Grund: Ein auslaufendes Sicherheitszertifikat. Besonders betroffen ist Office 2019 für Mac, dessen Support bereits im Oktober 2023 endete. Wer nicht mindestens macOS 12 (Monterey), iOS 17 oder iPadOS 17 nutzt, steht nach der Juli-Frist vor einer gesperrten Software.

Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern den Umstieg auf die Webversion von Microsoft 365, ein Abo-Modell oder den Kauf der Einmalzahlungs-Versionen Office Home 2024 oder Home and Business 2024. Alternativen wie LibreOffice oder die nativen Apple-Apps Pages und Numbers bleiben für alle eine Option, die ihre Hardware nicht aufrüsten können oder wollen.

Aktuelle Störungen und Abo-Probleme

Die jüngsten Tage haben mehrere technische Pannen ans Licht gebracht. Am 4. Juni 2026 häuften sich Berichte, wonach Microsoft Office nach einem Windows-Update komplett funktionsunfähig wurde. Betroffene Nutzer konnten sich nicht mehr in ihre Microsoft-Konten über die Desktop-Anwendungen einloggen. Als Lösung empfehlen Experten eine Online-Reparatur über die Systemsteuerung oder den Microsoft Support and Recovery Assistant.

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Auch bei Abonnements und Abrechnungen gibt es Ärger. Einige Nutzer berichten, dass über Google Play Ende Mai erworbene Microsoft-365-Abonnements Anfang Juni von den Office-Apps nicht erkannt wurden. Die Folge: fehlgeschlagene Authentifizierungen und doppelte Abbuchungsversuche. Manche Kunden wurden monatlich belastet, ohne Zugriff auf Word oder andere Tools zu haben.

Zusätzliche Komplikationen gibt es bei der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) . Seit dem 4. Juni berichten Nutzer, die ihr Mobilgerät gewechselt haben, von ausgesperrten Geschäftskonten – verursacht durch Synchronisationsprobleme des Microsoft Authenticators. In solchen Fällen ist ein Eingriff durch den Administrator über das Microsoft Entra Admin Center nötig, um die Authentifizierungsprotokolle zurückzusetzen.

Microsoft verweist für alle Abrechnungs- und Kontofragen auf die „Get Help"-Anwendung oder den Live-Chat. Eine direkte E-Mail-Adresse für Support-Anfragen gibt es nicht.

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