Office 365 ab Juli: Microsoft beschränkt Funktionen auf älteren iPhones
19.06.2026 - 17:35:43 | boerse-global.de
Die kanadische Rogers Communications kämpft derzeit mit weitreichenden E-Mail-Synchronisationsstörungen auf Apple-iPhones. Betroffen sind zahlreiche Kunden, die keine neuen Nachrichten empfangen oder versenden können. Der Konzern hat mehrere Ursachen identifiziert – von falschen Servereinstellungen bis hin zu Softwarekonflikten.
Fehlerhafte Konfiguration als Hauptursache
Die technische Unterstützung von Rogers hat die häufigsten Auslöser für die Synchronisationsprobleme benannt. An erster Stelle stehen falsche IMAP- oder POP-Einstellungen in der Mail-App. Diese Protokolle steuern den Abruf von Nachrichten vom Server – ein einziger falscher Wert kann die gesamte Kommunikation lahmlegen.
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Besonders tückisch: Viele Nutzer bemerken das Problem erst nach einem Passwortwechsel. Die neuen Zugangsdaten werden dann nicht korrekt in der iOS-Mail-App aktualisiert. Weitere typische Fehlerquellen sind:
- Serververbindungsfehler und volle Postfächer, die keine neuen E-Mails mehr annehmen
- Konflikte mit VPNs oder Proxy-Einstellungen, die den Mailverkehr blockieren
- Kontosperrungen nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen
- Störungen unmittelbar nach einem iOS-Update
Rogers empfiehlt betroffenen Kunden, zunächst das Passwort zu überprüfen, die Synchronisationsfunktion in den Geräteeinstellungen zu aktivieren und einen Neustart des iPhones durchzuführen.
Branchenweite Probleme mit der Cloud-Synchronisation
Die Schwierigkeiten bei Rogers sind kein Einzelfall. Auch Apples eigener iCloud-Dienst kämpft regelmäßig mit Synchronisationsproblemen. Eine Erhebung vom Februar 2024 ergab, dass 18 Prozent der iCloud-Nutzer innerhalb von drei Monaten Verzögerungen bei Datei-Updates erlebten. Konkurrenzdienste wie Google Drive und OneDrive schneiden in Zuverlässigkeitstests oft etwas besser ab.
Dennoch bleibt das Apple-Ökosystem für viele Nutzer attraktiv – trotz gelegentlicher technischer Hürden.
Kommende Änderungen bei Apple und Microsoft
Im Sommer 2026 will Apple seine Datenschutzfunktionen „Hide My Email“ und „Sign in with Apple“ unter einer einheitlichen Architektur zusammenlegen. Die Neuerung soll es Webdiensten erleichtern, diese anonymen Adressen zu erkennen. Das könnte dazu führen, dass Unternehmen Registrierungen mit solchen Adressen künftig blockieren.
Auch Microsoft zieht nach: Ab dem 13. Juli 2026 verlieren bestimmte Office-365-Funktionen auf älteren Mac- und iOS-Geräten ihren vollen Funktionsumfang. Grund sind auslaufende Sicherheitszertifikate. Betroffene Nutzer können Dokumente dann nur noch anzeigen und drucken – es sei denn, sie aktualisieren ihre Software.
Regulierungsdruck auf Rogers wächst
Die technischen Probleme kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die kanadische Regulierungsbehörde CRTC hat Rogers, Bell und Telus wegen neuer Servicegebühren abgemahnt. Seit dem 12. Juni 2026 sind Aktivierungsgebühren in Kanada verboten. Rogers führte daraufhin eine „Device Setup Charge“ von umgerechnet rund 27 Euro ein – plus Versand- und SIM-Kartengebühren.
Die Behörde verlangt nun eine Rechtfertigung für diese Praxis. Rogers muss bis zum 18. Juni 2026 Stellung nehmen. Der Konzern betont, dass seine Gebührenstruktur den geltenden Vorschriften entspreche. Die CRTC droht jedoch mit weiteren regulatorischen Schritten, falls die neuen Gebühren als Umgehung des Verbots gewertet werden.
Hardware-Schwachstelle bedroht ältere iPhones
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Während Software-Probleme meist behebbar sind, gibt es für eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke keine Patches. Forscher haben die Schwachstelle „usbliter8“ in den A12- und A13-Bionic-Chips gefunden. Betroffen sind das iPhone XS und die iPhone-11-Serie.
Der Fehler sitzt im BootROM – einem nicht überschreibbaren Speicherbereich. Über eine USB-Verbindung könnten Angreifer unbefugten Code ausführen. Da die Hardware selbst betroffen ist, helfen keine Software-Updates. Nutzer dieser Modelle müssen mit einem dauerhaften Sicherheitsrisiko leben.
Immerhin: Das kommende iOS 27 soll im Herbst 2026 die App-Startgeschwindigkeit auf dem iPhone 11 um bis zu 30 Prozent verbessern – ein kleiner Trost für Besitzer der betroffenen Geräte.
