Office 2021: Support endet am 13. Oktober – Umstieg dringend
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 11:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat eine offizielle Erinnerung an Unternehmen und Privatanwender herausgegeben, den Umstieg von der Produktivitäts-Suite Office 2021 vorzubereiten. Da der offizielle Support in den kommenden Wochen ausläuft, drängt der Softwarekonzern darauf, die Migration auf aktuelle Lösungen zeitnah abzuschließen, um Sicherheitsrisiken und technische Einschränkungen zu vermeiden.
Fristen für Office 2021 LTSC und betroffene Anwendungen
Der entscheidende Stichtag für Nutzer von Office 2021 LTSC ist der 13.10.2026. Ab diesem Datum wird Microsoft keine weiteren Sicherheits-Updates, Bugfixes oder technischen Support mehr für die Kernanwendungen bereitstellen. Dies betrifft unter anderem Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote sowie Access, Project, Visio und Skype for Business LTSC 2021.
Obwohl die Anwendungen nach diesem Termin weiterhin funktionsfähig bleiben, werden sie nicht mehr gegen neu entdeckte Sicherheitslücken gepatcht. Im Gegensatz zu Windows 10 wird Microsoft für Office 2021 keinen erweiterten Support (Extended Support) anbieten, was die Notwendigkeit eines Wechsels für sicherheitskritische Umgebungen unterstreicht.
Vorzeitiges Aus für Microsoft Publisher
Bereits vor dem allgemeinen Support-Ende der Suite tritt eine Änderung für die Layout-Software Microsoft Publisher in Kraft. Der Support endet hier bereits am 01.10.2026. Zu diesem Datum wird auch der Zugriff über Microsoft 365 eingestellt. Da Publisher weder in Office 2024 noch in Microsoft 365 enthalten ist, müssen Anwender ihre Arbeitsabläufe anpassen.
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Bestehende .pub-Dateien bleiben zwar erhalten, können jedoch nach dem Stichtag mit Microsoft 365 nicht mehr geöffnet oder bearbeitet werden. Es wird empfohlen, diese Dateien in das PDF-Format zu exportieren.
Für eine spätere Bearbeitung können diese PDFs in Word geöffnet und als Word-Dokument gespeichert werden, wobei eine Prüfung des Layouts ratsam ist. Als Software-Alternativen für das Desktop-Publishing werden Scribus, der Affinity Publisher oder Canva genannt. Für größere Bestände stehe zudem ein PowerShell-Skript zur Massenkonvertierung zur Verfügung.
Strategien für den Umstieg und alternative Lizenzmodelle
Microsoft empfiehlt für die Zeit nach dem Support-Ende den Wechsel auf das abonnementbasierte Microsoft 365. Firmen mit bis zu 300 Arbeitsplätzen wird zu den Tarifen Business Premium, Business Standard oder Apps for Business geraten. Größere Organisationen sollen auf Microsoft 365 E3, Office 365 E3 oder Apps for Enterprise ausweichen.
Für Kunden, die ein Modell ohne Abonnement bevorzugen, steht Office 2024 als kostenpflichtige Alternative bereit. Dabei ist zu beachten, dass Microsoft hierfür keinen Upgrade-Rabatt gewährt. Der Support für Office 2024 ist bis zum 10.10.2029 befristet; an diesem Tag wird das Produkt offiziell eingestellt.
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Drittanbieter-Lösungen und kostenfreie Optionen
Für Nutzer, die über den Oktober 2026 hinaus bei Office 2021 bleiben müssen, bietet der Dienst 0patch eine Übergangslösung an. Das Unternehmen kündigte Micropatches für Office 2021 für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren an. Voraussetzung hierfür ist ein Pro- oder Enterprise-Abonnement, das auch Betriebssysteme wie Windows 10 abdeckt.
Die Kosten für die Pro-Version belaufen sich auf 24,95 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Jahr und Computer. Andere Markteinschätzungen beziffern die Kosten für Micropatches als Alternative nach dem Support-Ende auf zirka 40 US-Dollar pro Arbeitsplatz und Jahr.
Als kostenlose Software-Alternativen zu der auslaufenden Microsoft-Suite werden zudem Programme wie LibreOffice und WPS Office angeführt, die eine Kompatibilität zu den gängigen Office-Formaten bieten.
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