Office 2021: Microsoft stellt Support am 13. Oktober ein
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 22:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern Microsoft hat das Ende des offiziellen Lebenszyklus für seine Bürosoftware-Suite Office 2021 konkretisiert. Ab dem 13. Oktober 2026 wird das Unternehmen die Bereitstellung von Sicherheitsupdates für diese Version vollständig einstellen. Damit erreicht eine der verbreiteten Desktop-Lösungen für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation ihre finale Betriebsphase, was insbesondere für Unternehmen und Behörden Handlungsbedarf bei der IT-Sicherheitsplanung auslöst.
Kein erweitertes Update-Programm durch den Hersteller
Das Support-Ende am 13. Oktober 2026 gilt nicht nur für die Standardversionen, sondern explizit auch für Office LTSC 2021 (Long-Term Servicing Channel). Microsoft hat in diesem Zusammenhang klargestellt, dass für Office 2021 kein Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) angeboten wird.
Anders als bei einigen Betriebssystemen oder früheren Software-Generationen besteht somit über den Hersteller selbst keine Möglichkeit, den Schutz gegen neu entdeckte Schwachstellen nach dem Stichtag offiziell zu verlängern.
Ohne diese Sicherheitsaktualisierungen sind Systeme, auf denen Office 2021 weiterhin betrieben wird, potenziellen Cyberangriffen schutzlos ausgeliefert, sobald neue Sicherheitslücken bekannt werden.
Drittanbieter plant Micropatches als Übergangslösung
Für Anwender, die über den Oktober 2026 hinaus auf Office 2021 angewiesen sind, zeichnet sich eine alternative Wartungsoption ab. Das slowenische Unternehmen Acros Security hat angekündigt, über seinen Dienst 0patch inoffizielle Micropatches bereitzustellen. Diese sollen Sicherheitslücken in der Software für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren nach dem offiziellen Support-Ende schließen.
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Die Kosten für diesen externen Wartungsdienst wurden bereits beziffert. Für Privatnutzer beläuft sich der Preis auf 24,95 Euro pro Jahr. Unternehmenskunden müssen mit 34,95 Euro pro PC und Jahr kalkulieren. In Großbritannien werden für die Pro-Version 24,95 Pfund und für die Enterprise-Variante 34,95 Pfund pro Jahr veranschlagt.
Migrationsoptionen und Risiken bei Altlizenzen
Als offizielle Nachfolgelösungen verweist Microsoft auf den Umstieg zu neueren Produkten. Dazu zählt das kürzlich erschienene Office 2024, das zu einem Preis ab 119,99 Pfund angeboten wird, sowie das abonnementbasierte Modell Microsoft 365. Als weitere Alternative nennt der Hersteller die Nutzung kostenloser Web-Apps.
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Branchenexperten warnen zudem vor der Weiternutzung von sogenannten "Lifetime"-Lizenzen aus Drittkanälen. Es besteht die Möglichkeit, dass diese günstigen unbefristeten Lizenzen nach dem offiziellen Support-Ende von Microsoft blockiert werden könnten.
Aktuelle Bedrohungslage unterstreicht Dringlichkeit
Die Notwendigkeit kontinuierlicher Sicherheitswartung wird durch die aktuelle Bedrohungslage verdeutlicht. Microsoft veröffentlichte jüngst ein Notfall-Update für eine aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke mit der Bezeichnung CVE-2026-21509. Von dieser Schwachstelle sind neben Office LTSC 2021 und Office 2024 auch die Versionen 2016 und 2019 sowie die Microsoft 365 Apps betroffen.
Während für die neueren Editionen Updates bereitstehen, sind für die Versionen Office 2016 und 2019 zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um die Sicherheit der Systeme zu gewährleisten. Dies unterstreicht den steigenden Aufwand, der mit dem Betrieb älterer Softwarearchitekturen verbunden ist.
