Office, Mac

Office 2019 Mac: Funktionsverlust ab 13. Juli wegen Zertifikat

17.06.2026 - 12:45:22 | boerse-global.de

Die aktuellen Windows-Sicherheitspatches verhindern das Öffnen von Office-Apps via OLE-Automation. Betroffen sind spezielle Branchenlösungen.

Microsoft Juni-Updates blockieren Office-Start über Drittanbieter
Office - Microsoft Office application logos (Word, Excel, PowerPoint) appearing to glitch or fragment, symbolizing software issues. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mehrere Windows-Updates blockieren den Start von Word, Excel und Co. über Drittanbieter-Software. Betroffen sind vor allem Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Die Juni-Patches von Microsoft sorgen für Ärger: Wie der Konzern bestätigte, verhindern die aktuellen Sicherheitsupdates, dass Microsoft-Office-Programme über externe Anwendungen geöffnet werden können. Das Problem betrifft Geschäfts- und Forschungssoftware, die auf die sogenannte OLE-Automation (Object Linking and Embedding) setzt, um Programme wie Word, Excel, PowerPoint oder Access zu starten.

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Update-Kollision im Juni

Auslöser sind die Patch-Tuesday-Updates vom Juni 2026. Konkret handelt es sich um KB5094126 für Windows 11 (Versionen 24H2 und 25H2), KB5093998 für Windows 11 Version 23H2 sowie KB5094127 für die erweiterten Sicherheitsupdates von Windows 10. Microsoft räumte am 16. Juni ein, dass diese Patches mit dem OLE-Automation-Prozess kollidieren, den externe Entwickler nutzen, um Office-Funktionen in ihre Software einzubinden.

Besonders tückisch: Der Fehler tritt oft still auf. Nutzer erhalten keine spezifische Fehlermeldung, wenn die Anwendung nicht startet. Betroffen sind unter anderem spezialisierte Softwarepakete wie CCH Engagement, Workpaper Manager, Zotero, Dentrix und Softdent.

Microsoft arbeitet an einer dauerhaften Lösung für ein künftiges Update. Bis dahin können Anwender Office-Programme weiterhin direkt über die Desktop-Verknüpfungen oder das Startmenü öffnen. Geschäftskunden mit anhaltenden Problemen sollen sich an den Microsoft-Support wenden.

Neue Funktionen und Sicherheitslücken

Das Update KB5094126 für Windows 11 bringt neben den Fehlern auch Neuerungen. So überwacht der Task-Manager jetzt auch Neural Processing Units (NPUs) – das erlaubt IT-Administratoren, die Hardware-Leistung für KI-Aufgaben auf kompatiblen Rechnern zu verfolgen. Zudem senkte Microsoft die Mindestzeichenanzahl für die Windows-Suche von drei auf zwei Zeichen, um die Dateifindung zu verbessern.

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Parallel dazu schloss der Konzern eine kritische Sicherheitslücke in Microsoft 365 Copilot. Sicherheitsforscher hatten eine Schwachstelle namens "SearchLeak" entdeckt. Ein Exploit nutzte Parameter-to-Prompt-Injection, um sensible Daten abzugreifen – darunter Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes, E-Mails und SharePoint-Daten. Der Fix schließt eine Streaming-Race-Condition und verhindert unbefugten Datenabfluss über externe Suchplattformen.

Aus für Office 2019 auf dem Mac

Doch nicht nur Windows-Nutzer müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Ab dem 13. Juli 2026 schaltet Office 2019 für Mac in einen reduzierten Funktionsmodus. Grund ist ein ablaufendes Zertifikat. Nutzer können dann zwar bestehende Dateien öffnen und lesen, aber keine neuen Dokumente mehr erstellen, bearbeiten oder speichern – weder in Word, Excel, PowerPoint, Outlook noch OneNote.

Auch Office 2021 für Mac ist von dem Zertifikatsproblem betroffen, erhält jedoch ein technisches Update, das die Funktionalität bis zum offiziellen Support-Ende am 13. Oktober 2026 sicherstellt. Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern den Umstieg auf Office 2024 oder ein Microsoft-365-Abonnement.

Reparatur- und Aktivierungsprobleme

In den vergangenen Tagen häuften sich zudem Meldungen über individuelle Fehler in der Office-Suite. Einige Nutzer berichten von wiederholten Aufforderungen, Word oder Excel zu reparieren. Microsoft-Supportmitarbeiter empfehlen hier das Online-Reparaturtool in den Systemeinstellungen.

Ein weiteres Problem betrifft Remote-Arbeitsumgebungen: Die Aktivierung von Office 365 schlägt fehl, wenn die Software über bestimmte Benutzerportale gestartet wird. Ursache ist ein Fehler im Web Account Manager (WAM)-Broker-Plugin, das in browserbasierten Sitzungen nicht startet. IT-Administratoren sollen spezifische Runtime-Dateien über Gruppenrichtlinien-Anmeldeskripte starten, um die Aktivierungsdienste wiederherzustellen.

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