Office 2019 Mac: Ab 13. Juli droht Funktionsverlust durch Zertifikatsablauf
06.06.2026 - 13:52:02 | boerse-global.de
Während einige Störungen nur vorübergehend auftreten, droht für Besitzer älterer Softwareversionen ab Juli ein dauerhafter Funktionsverlust.
Schlussstrich für Office 2019 für Mac
Nutzer von Microsoft Office 2019 für Mac müssen ab dem 13. Juli 2026 mit massiven Einschränkungen rechnen. Dann verliert die Suite ihre Bearbeitungsfunktionen – Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote lassen sich nicht mehr zum Erstellen, Bearbeiten oder Speichern von Dokumenten nutzen.
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Ursache ist ein ablaufendes digitales Zertifikat. Da der offizielle Support für diese Version bereits im Oktober 2023 endete, stellt Microsoft kein Update auf Version 16.83 bereit, das das Problem beheben würde. Betroffene sollten auf Microsoft 365 oder Office 2024 umsteigen oder auf Web-Apps und alternative Bürosoftware ausweichen. Office 2021 und 2024 sind von dem Zertifikatsablauf nicht betroffen.
Upgrade-Probleme und SharePoint-Störungen
In den letzten Tagen häuften sich Berichte über technische Schwierigkeiten beim Wechsel des Abonnementstatus. Am heutigen Samstag berichteten Nutzer von einer Endlos-Ladeschleife im Edge-Browser, wenn sie von einem Standard-Office-Abo auf einen Office-Familien-Tarif umsteigen wollten. Als Lösung empfehlen Fachleute, den Browser-Cache zu leeren, ein Inkognito-Fenster zu nutzen oder auf einen anderen Browser auszuweichen.
Bereits am Freitag gab es eine Störung bei SharePoint Online: Windows-Nutzer berichteten, dass sich Dokumentbibliotheken gelegentlich als leere weiße Seite öffneten. Mac-Anwender waren nicht betroffen. Vermutet wird ein Zusammenhang mit Server-Drosselung oder Problemen im Content Delivery Network (CDN).
Outlook-Bug: Bildanzeige wird repariert
Ein hartnäckiger Fehler in der klassischen Outlook-Version, der seit dem 12. Mai 2026 die Anzeige von Bildern in E-Mails, Newslettern und Signaturen verhindert, steht kurz vor der Behebung. Bislang erschien die Fehlermeldung, dass verlinkte Bilder nicht angezeigt werden könnten.
Microsoft hat den Fix bereits in den Beta- und Current-Channel-Builds ausgerollt. Die allgemeine Veröffentlichung des Patches ist für den 9. Juni 2026 vorgesehen. Bis dahin kann der Darstellungsfehler weiterhin auftreten.
Copilot-Rollout und PowerShell-Update
Seit dem 4. Juni 2026 installiert Microsoft die Microsoft 365 Copilot-App automatisch auf kommerziellen Windows-PCs. IT-Administratoren haben bis zum 1. Juli 2026 Zeit, über ein Feature-Flag den Opt-out zu wählen. Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind von der automatischen Installation in der Regel ausgenommen.
Auch bei den Verwaltungstools stehen Änderungen an: Am 30. Juni 2026 stellt Microsoft Teams PowerShell (v7.8.1) auf den Web Account Manager (WAM) als Standard-Authentifizierungsmethode um. Das könnte nicht-interaktive Servicekonten und geplante Tasks betreffen – Administratoren sollten ihre Skripte überprüfen.
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Edge: Sicherheitsupdates und Wegfall von Sidebar und Collections
Der Edge-Browser hat in Version 149 (seit 4. Juni 2026) sowohl Sicherheits- als auch Struktur-Updates erhalten. Microsoft entfernte die Sidebar und die Collections-Funktion, um sich stärker auf KI-gesteuerte Tools und die Copilot-Integration zu konzentrieren. Edge hält derzeit rund neun Prozent des Desktop-Browsermarktes.
Auf der Sicherheitsseite schloss Microsoft drei Schwachstellen, die beim Pwn2Own-Wettbewerb entdeckt wurden. Die schwerwiegendste, CVE-2026-45495, erlaubte Remote-Code-Ausführung über manipulierte Log-Dateien und erhielt einen CVSS-Score von 7,5. Die Patches wurden am 15. Mai 2026 in die Desktop-Versionen und später im Mai in die mobilen Versionen integriert. Sicherheitsforscher von DEVCORE betonen, wie wichtig aktuelle Browserversionen sind, um diese Risiken zu minimieren.
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