Office 2019 für Mac: Read-only ab 13. Juli 2026
29.05.2026 - 00:09:11 | boerse-global.deBesitzer von Intel-basierten Rechnern und frühen M1-Modellen müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen – von fehlender Videounterstützung bis zum Verlust wichtiger Software-Funktionen.
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AV1-Wiedergabe nur auf neuesten Chips
Ein aktuelles Beispiel liefert die Medienwiedergabe: Der AV1-Videocodec lässt sich auf dem neuen M4 Mac Mini problemlos in QuickTime abspielen – auf dem M1 Mac Mini hingegen nicht. Der Grund: macOS besitzt keinen softwarebasierten Decoder für das moderne Format. Die Wiedergabe hängt vollständig von Hardware-Decodern ab, die Apple erst mit der M3-Generation einführte.
Ein Ausweg bleibt: Drittanbieter-Apps wie VLC oder IINA beherrschen AV1 auch auf älteren Macs. Die native Systemintegration bleibt ihnen jedoch verwehrt.
Das Ende der Intel-Ära
Mit macOS Tahoe 26, das am 15. September 2025 erschien, hat Apple den letzten Systeme ausgeliefert, der Intel-Macs unterstützt. Seither ziehen auch Drittanbieter nach – mit schmerzhaften Folgen.
Professionelle Anwender sollten laut Branchenexperten bei Tahoe-Updates Vorsicht walten lassen. Die Kompatibilität professioneller Tools brauche oft Wochen, bis sie stabil laufe. Erst kürzlich, mit dem Update auf Tahoe 26.5, gab es Berichte über Abstürze bei hochwertiger DJ-Hardware und spezialisierter Performance-Software.
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Auch genealogische Software ist betroffen: Die Ancestry-API hat den Support für Intel-Macs unter macOS Catalina (10.15) eingestellt. Die Entwickler von RootsMagic RM10 erklärten, ein Fix für Catalina sei unmöglich – die aktuellen Entwicklungsumgebungen unterstützten die alte Systemarchitektur nicht mehr.
Microsoft zieht den Stecker bei Office 2019
Ein weiterer Paukenschlag kommt von Microsoft: Ab dem 13. Juli 2026 schaltet Office 2019 für Mac auf einen Read-only-Modus um. Nutzer von macOS 11 Big Sur und älter können dann nur noch Dokumente ansehen und drucken – Bearbeiten und Speichern ist nicht mehr möglich.
Wer Microsoft 365 oder Office 2021 nutzen will, braucht mindestens macOS 12 Monterey. Für die neueste Version Office 2024 ist sogar macOS 14 Sonoma Pflicht. Der Spielraum für Besitzer älterer Hardware wird immer enger – es sei denn, man weicht auf Alternativen wie iWork oder LibreOffice aus.
Sicherheit nur mit neuem Silizium
Apples Sicherheitsstrategie setzt zunehmend auf hardwaregestützte Schutzmechanismen, die nur auf den neuesten Chips laufen. Zwar veröffentlichte Apple Ende Mai noch Sicherheitsupdates für ältere Systeme wie macOS 14.8 Sonoma und iOS 15.8.8 – die wirklich innovativen Features bleiben den neuen Prozessoren vorbehalten.
So führt Apple mit den kommenden A19- and M5-Chips die Memory Integrity Enforcement (MIE) ein, die speziell Speicher-sicherheitsangriffe abwehren soll. Zudem bringt macOS 26.4 neue Terminal-Warnungen und verbesserte XProtect-Signaturen mit – alles Funktionen, die die Secure Enclave und moderne Apple-Silizium-Hardware voraussetzen.
Lichtblicke für Altgeräte
Ganz aufgegeben wird die ältere Hardware aber nicht. Seit Mai 2026 gibt es Drittanbieter-Controllerplatinen für das 24-Zoll-Display des M1 iMac. Damit lässt sich der Bildschirm als eigenständiger 4,5K-Monitor weiternutzen – eine clevere Lösung, um das Gehäuse vor dem Elektroschrott zu bewahren.
Und für ambitionierte Nutzer plant OWC einen Thunderbolt-5-Beschleuniger namens „Stack AI“ , der zunächst für Windows und Linux erscheint, aber später auch Macs via Thunderbolt 5 mit erweiterten Speicherkapazitäten für lokale KI-Modelle versorgen soll. Allerdings: Thunderbolt 5 bleibt vorerst den neuesten Mac-Modellen vorbehalten.
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