Office, Mac

Office 2019 für Mac: Blockade ab 13. Juli für Word und Excel

04.06.2026 - 06:31:43 | boerse-global.de

Microsoft stellt Publisher im Oktober 2026 ein. Nutzer müssen auf Alternativen wie Adobe InDesign oder Canva umsteigen.

James Hardie Announces Plant Closures in Strategic Cost-Cutting Move - Bild: über boerse-global.de
James Hardie Announces Plant Closures in Strategic Cost-Cutting Move - Bild: über boerse-global.de

Der Software-Riese Microsoft hat das Aus für seinen Desktop-Publishing-Klassiker Microsoft Publisher bekannt gegeben. Im Oktober 2026 wird die Anwendung endgültig eingestellt. Für viele Unternehmen und Selbstständige, die das Programm seit Jahrzehnten für Flyer, Newsletter und Broschüren nutzen, stellt sich nun die Frage nach einer Alternative. Der Schritt ist Teil eines größeren Umbruchs in der Bürosoftware-Landschaft, der auch Mac-Nutzer und die gesamte Branche betrifft.

Die besten Alternativen zu Publisher

Mit dem Ende von Publisher müssen Anwender auf andere Lösungen umsteigen. Die Auswahl ist groß: Adobe InDesign gilt als der Profi unter den Layout-Programmen, Affinity Publisher und das Open-Source-Tool Scribus sind ebenfalls etablierte Kandidaten. Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer bieten sich zudem die webbasierten Dienste Canva, Microsoft Designer und Adobe Express an.

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Adobe hat sein Flaggschiff InDesign erst im Juni 2026 auf Version 21.4 aktualisiert. Die Neuerungen können sich sehen lassen: Eine layout-bewusste Umschreibfunktion, integrierte Bildbearbeitung über Adobe Express und eine verbesserte, auf GPT-4.1 basierende Alt-Text-Generierung machen das Programm noch leistungsfähiger.

Im Bereich der kollaborativen Design-Tools hat Penpot nachgelegt. Version 2.16, erschienen am 3. Juni 2026, bringt eine Beta-Version des WebGL-Renderings mit – das verspricht deutlich flüssigeres Arbeiten an großen Projekten. Zudem wurden Design-Tokens in die Hauptoberfläche integriert und über 120 allgemeine Verbesserungen vorgenommen.

Frist für Mac-Nutzer: Office 2019 bald nur noch eingeschränkt nutzbar

Während Publisher-Nutzer noch bis Oktober Zeit haben, müssen Anwender von Office 2019 für Mac deutlich schneller handeln. Bereits am 13. Juli 2026 – also in gut fünf Wochen – schaltet Microsoft bei Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote in einen abgespeckten Modus. Grund ist der Ablauf eines digitalen Zertifikats, das der Konzern für die veraltete Version nicht erneuern wird.

Die Folgen sind drastisch: Ab diesem Datum können Nutzer nur noch bestehende Dokumente lesen und drucken. Das Erstellen, Bearbeiten oder Speichern neuer Dateien wird blockiert. Microsoft empfiehlt betroffenen Anwendern den Umstieg auf ein Microsoft-365-Abonnement oder den Kauf von Office 2024. Office 2021 für Mac bleibt dagegen bis zum Ende seines Support-Zeitraums am 13. Oktober 2026 voll funktionsfähig.

Euro-Office: Neue Konkurrenz aus Europa setzt auf Souveränität

Die Veränderungen im Microsoft-Universum fallen in eine Zeit, in der die Konkurrenz mächtig aufrüstet – und das mit einem klaren Fokus auf Künstliche Intelligenz und digitale Unabhängigkeit. Am 9. Juni 2026 erscheint mit Euro-Office eine neue Open-Source-Bürosuite, die es in sich hat. Entwickelt wurde sie von einer Allianz aus Nextcloud, IONOS und Proton. Die Suite basiert auf einem Fork von OnlyOffice und legt besonderen Wert auf Datenschutz und Echtzeit-Kollaboration – maßgeschneidert für europäische Nutzer.

Doch Euro-Office ist nicht der einzige Herausforderer:

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  • ONLYOFFICE hat in Version 9.4 (erschienen am 2. Juni 2026) Mistral AI als KI-Anbieter integriert. Hinzu kommen ein Dark Mode für Tabellenkalkulationen und 25 neue Präsentationsdesigns.
  • Canva kündigte bereits im April 2026 Canva AI 2.0 an. Die Plattform bietet nun agentische Workflows, die mit externen Tools wie Gmail, Slack und Google Drive zusammenarbeiten. Text-zu-Web-Funktionen und verbesserte Video-Generierung runden das Angebot ab.
  • WPS Office punktet in der aktuellen Juni-Version mit geringen Hardware-Anforderungen und KI-gestützter Textzusammenfassung sowie Slide-Generierung.
  • Adobe und Claude haben im April 2026 einen Connector vorgestellt, der es Nutzern des Claude-KI-Assistenten erlaubt, Adobe-Express-Tools per Chat-Befehl zu steuern – vom Hintergrund entfernen bis zur Farbanpassung, und das ganz ohne Creative-Cloud-Abo.

Für spezialisierte Industrieanwendungen hat die Kiwi Suite im Juni 2026 eine neue Automatisierungstechnik auf den Markt gebracht. Das System nutzt KI, um sogenannte „Gang-Sheet"-Layouts für den DTF-Druck (Direct-to-Film) zu automatisieren. Sprach- und Texteingabe ersetzen hier manuelle Arbeitsschritte und optimieren die Produktionsabläufe erheblich.

Der Markt für Büro- und Designsoftware ist also in Bewegung wie selten zuvor. Für Anwender bedeutet das: Die Qual der Wahl ist groß – aber auch die Chance, auf eine Lösung umzusteigen, die besser zu den eigenen Anforderungen passt als der alte Publisher es je konnte.

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