Office 2019 für Mac: Bearbeitungsfunktionen ab 13. Juli deaktiviert
04.06.2026 - 09:32:44 | boerse-global.deAb dem 13. Juli 2026 verlieren Nutzer von Microsoft Office 2019 für Mac die Möglichkeit, Dokumente zu bearbeiten, zu speichern oder neu anzulegen. Die Software-Suite – bestehend aus Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote – schaltet dann in einen „Modus mit reduzierter Funktionalität“ um und fungiert praktisch nur noch als Dokumentenbetrachter und Druckwerkzeug.
Ablaufendes Sicherheitszertifikat als Auslöser
Der Grund für die drastische Einschränkung ist ein ablaufendes digitales Sicherheitszertifikat, das Microsoft für die Lizenzprüfung verwendet. Während der Konzern dieses Zertifikat für aktive Produkte erneuert, bleibt Office 2019 für Mac außen vor: Der offizielle Supportzeitraum endete bereits im Oktober 2023.
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Um auf Apple-Systemen weiterhin alle Bearbeitungsfunktionen nutzen zu können, müssen Microsoft-Anwendungen mindestens Version 16.83 unter macOS oder Version 2.93 auf mobilen Plattformen erreichen. Voraussetzung dafür ist macOS 12 Monterey oder neuer beziehungsweise iOS 17 oder iPadOS 17.
Microsoft 365 und Office 2021 bleiben verschont
Nutzer von Microsoft 365 sowie der Einmalzahlungsversion Office 2021 für Mac erhalten die nötigen Updates und arbeiten normal weiter. Allerdings ist auch das nur ein Aufschub: Der Support für Office 2021 endet planmäßig am 13. Oktober 2026.
Das Problem betrifft ausschließlich die Mac-Version. Windows- und Android-Nutzer müssen nicht mit Einschränkungen rechnen.
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Kritik an geänderter Kommunikation
Die Entwicklung hat Kritik ausgelöst. Ein ursprünglich am 12. April 2023 veröffentlichter Support-Artikel versprach den Nutzern noch, dass die Anwendungen auch nach Supportende funktionieren würden. Am 15. Mai 2026 aktualisierte Microsoft diese Dokumentation jedoch und entfernte die Zusage. Die neue Formulierung betont lediglich, dass die Daten weiterhin einsehbar und druckbar bleiben – die Bearbeitungsfunktionen werden deaktiviert.
Beobachter sprechen von geplanter Obsoleszenz: Die Kernfunktion der Software wird durch einen Zertifikatsablauf eingeschränkt, nicht durch mangelnde Hardware-Kompatibilität.
Was betroffene Nutzer jetzt tun können
Microsoft empfiehlt den Umstieg auf die kostenlosen browserbasierten Versionen der Microsoft-365-Apps. Wer lokale Software bevorzugt, kann auf ein Microsoft-365-Abonnement oder die aktuellere Office-2024-Suite wechseln.
Alternativen gibt es auch abseits von Microsoft: Die Open-Source-Suite LibreOffice oder Apples eigene iWork-Programme bieten ebenfalls umfangreiche Bearbeitungsfunktionen – ohne Abhängigkeit von Microsofts Zertifikatszyklen.
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