Office 2019 für Mac: Ab Juli nur noch Lesemodus möglich
19.06.2026 - 06:54:46 | boerse-global.de
Mehrere Office-Versionen für Mac verlieren ab Juli ihre volle Funktionsfähigkeit. Unternehmen müssen jetzt handeln.
Office 2019 für Mac wird zum Lesegerät
Ab dem 13. Juli 2026 schaltet Microsoft Office 2019 für Mac in den reinen Lesemodus. Dann lassen sich Dokumente nur noch öffnen und ausdrucken – Bearbeiten oder Neuerstellen ist nicht mehr möglich. Grund dafür ist der Ablauf des Lizenzzertifikats.
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Der offizielle Support für Office 2019 für Mac endete zwar bereits im Oktober 2023. Doch erst die anstehende Zertifikatsperre macht die Software für den Arbeitsalltag unbrauchbar. Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern den Umstieg auf Microsoft 365 oder Office 2024.
Weitere Fristen im Herbst
Auch andere Versionen stehen vor dem Ende der Fahnenstange. Der Support für Office 2021 läuft am 13. Oktober 2026 aus. Noch kritischer: Für Office 2000 stellen die Sicherheitsexperten von Fortify bereits zum 14. Juli alle Updates ein. Wer diese uralte Version noch einsetzt, riskiert ernsthafte Sicherheitslücken.
Besonders Unternehmen mit individuell entwickelten Anwendungen sollten jetzt handeln. Die Angriffsfläche für Schadsoftware wächst mit jedem Tag ohne Sicherheitsupdates.
Wer weiterhin auf lokale Installationen setzt, findet in Office 2024 eine langfristige Alternative. Die Home & Business Edition enthält Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote – mit Supportgarantie bis Oktober 2029.
Neues Update: Version 16.110 bringt frische Optik
Mitten in den End-of-Life-Ankündigungen veröffentlichte Microsoft am 17. Juni ein Update auf Version 16.110 für Office für macOS. Die wichtigsten Neuerungen:
- Outlook erhält ein „Liquid-Glass"-Design, das sich an der Ästhetik von macOS Tahoe orientiert. Neu sind auch eine PST-Importfunktion und eine verbesserte Teams-Integration.
- Excel behebt einen Fehler in der AutoFilter-Funktion, der bei mehr als 10.000 Werten auftrat.
- Word schließt Probleme mit Drittanbieter-Add-ins.
- Die LTSC-Version 2021 für Mac erhält ebenfalls das Update 16.110 – benötigt aber nun mindestens macOS Sonoma 14.0.
Technische Störungen und Auswege
Microsoft räumte zudem ein Problem mit Windows-Updates vom 9. Juni ein. Diese verhindern unter bestimmten Umständen den Start von Office-Programmen wie Word, Excel oder PowerPoint – ausgelöst durch Drittanbieter-Software wie Zotero, Dentrix oder CCH Engagement. Als Übergangslösung empfiehlt Microsoft, die Office-Anwendungen direkt zu öffnen. Ein dauerhafter Fix ist in Arbeit.
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Alternativen jenseits von Microsoft
Wer über einen Wechsel nachdenkt, findet in LibreOffice 24.2.6 eine ernstzunehmende Option. Die Document Foundation veröffentlichte die Version am 19. Juni mit über 40 Fehlerbehebungen. Die Suite läuft auf Windows, macOS und Linux und verbessert die Kompatibilität mit proprietären Formaten.
Parallel dazu treibt Microsoft die Entwicklung des Exchange Server Subscription Edition voran – als Nachfolger von Exchange 2019 für Unternehmen, die weiterhin auf lokale Server setzen. Geplant sind zwei kumulative Updates pro Jahr.
