Office 2019 auf Mac: Millionen Nutzer verlieren Bearbeitungsfunktion ab Juli
07.06.2026 - 15:47:55 | boerse-global.de
Ab dem 13. Juli 2026 verlieren Millionen Nutzer von Office 2019 auf Mac, iPhone und iPad die Möglichkeit, Dokumente zu bearbeiten oder zu speichern. Die Software schaltet dann in einen permanenten Nur-Lese-Modus um.
Der Grund ist ein ablaufendes digitales Sicherheitszertifikat zur Lizenzprüfung. Microsoft hatte den regulären Support für Office 2019 bereits im Oktober 2023 eingestellt. Doch erst jetzt trifft die fehlende Verlängerung des Zertifikats die Apple-Nutzer mit voller Härte. Eine Aktualisierung wird es nicht mehr geben – das Produkt ist schlichtweg zu alt.
Betroffen sind die gesamte Produktivitätssuite: Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote. Die Programme bleiben zwar auf den Geräten installiert, taugen künftig aber nur noch als Dokumentenbetrachter. Wer weiterhin Texte verfassen, Tabellen bearbeiten oder Präsentationen erstellen will, muss umsteigen.
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Upgrade-Pfad: Abo oder Einmalkauf
Microsoft bietet zwei Auswege an: Ein Microsoft-365-Abonnement oder der Kauf einer lebenslangen Lizenz für Office 2024. Noch bis zum 14. Juni 2026 gibt es die Home-and-Business-Version für Mac und PC zum reduzierten Preis von rund 120 Euro (statt 230 Euro). Die neue Version enthält KI-gestützte Funktionen in den Kernanwendungen – und kommt ohne monatliche Abogebühren aus.
Doch auch andere Versionen nähern sich ihrem Support-Ende. Office 2021 ist zwar noch als Einmalkauf für etwa 30 Euro erhältlich, doch Microsoft stellt den Support dafür bereits am 13. Oktober 2026 ein. Wer jetzt kauft, hat also nur wenige Monate Ruhe.
Alternativen jenseits von Microsoft
Apple selbst bietet mit Pages, Numbers und Keynote eine vollwertige Office-Alternative. Die iWork-Suite ist für Apple-Nutzer kostenlos und lässt sich über die Beta-Version von iCloud inzwischen sogar auf Windows- und Android-Geräten nutzen – vorausgesetzt, man hat ein kostenloses iCloud-Konto.
Auch LibreOffice bleibt eine solide Open-Source-Option, die ohne Lizenzkosten auskommt und mit gängigen Office-Formaten kompatibel ist.
Größere Umbrüche in der Softwarelandschaft
Die Änderungen für Apple-Nutzer sind Teil eines größeren Wandels bei Microsoft. Das Unternehmen drängt seine Kunden derzeit verstärkt zur „neuen Outlook"-Version für Windows, die 15 neue Produktivitätstools wie E-Mail-Pinning und zeitgesteuertes Senden bietet. Die Zwangsmigration für Unternehmenskunden wurde allerdings auf 2027 verschoben – nach Kritik an Leistungsproblemen und Fehlern.
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Parallel dazu gewinnt das Thema digitale Souveränität an Fahrt. Erst im Frühjahr ordnete die französische Regierung die Migration von 2,5 Millionen Arbeitsplätzen von Windows auf Linux an. Ziel ist die Fertigstellung bis Herbst 2026 – ein klares Signal gegen die Abhängigkeit von nicht-europäischen Softwareanbietern.
Apple bereitet nächste Generation vor
Auch Apple selbst rüstet auf. Am 8. Juni 2026 beginnt die Worldwide Developers Conference (WWDC), auf der das Unternehmen iOS 27 und macOS 27 vorstellen wird. Branchenbeobachter erwarten einen starken Fokus auf integrierte Künstliche Intelligenz. Zudem könnte Apple mit diesen Updates endgültig den Support für Intel-basierte Macs einstellen – ein weiterer Meilenstein im Übergang zur hauseigenen Chip-Architektur.
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