Office, Mac

Office 2019/ 2021 auf Mac: Bearbeiten wird ab 13. Juli blockiert

05.06.2026 - 14:41:02 | boerse-global.de

Microsoft erweitert Microsoft 365 um Barrierefreiheit und KI-Tools, warnt aber vor Support-Ende für alte Office-Versionen auf Apple-Geräten.

Microsoft 365 Update: Neue Features, Sicherheitslücke und Milliarden-Deal
Office - A glowing Microsoft Office logo interwoven with digital data streams and accessibility symbols, against a tech background. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Softwarekonzern Microsoft hat seine Produktivitäts-Plattform mit wichtigen Neuerungen versehen – von besserer Barrierefreiheit bis zu einem Milliardenauftrag aus dem US-Verteidigungssektor. Gleichzeitig warnt das Unternehmen vor dem baldigen Ende des Supports für ältere Office-Versionen auf Apple-Geräten.

Bessere Mathematik-Unterstützung für alle

Am 4. Juni 2026 hat Microsoft ein umfangreiches Update für den Beta-Kanal von Microsoft 365 veröffentlicht. Word, PowerPoint, Excel und OneNote erhalten verbesserte Unterstützung für LaTeX und MathML Core. Das Ziel: Mathematische Inhalte sollen plattformübergreifend konsistent dargestellt werden können.

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Besonders wichtig ist der Fortschritt bei der Barrierefreiheit. Die verbesserte Export-Funktion für zugängliche PDFs erlaubt es Screenreadern, mathematische Formeln in Dokumenten korrekt zu interpretieren. Ein Schritt, der sich in den aktuellen Branchentrend zur digitalen Inklusion einfügt – erst am 3. Juni hatte Apple KI-gestützte Bildbeschreibungen für VoiceOver und neue Augensteuerungsfunktionen angekündigt.

Alte Office-Versionen auf Apple: Bald nur noch Lesemodus

Microsoft hat eine dringende Frist für Nutzer älterer Office-Versionen auf Apple-Hardware gesetzt. Ab dem 13. Juli 2026 schalten Office 2019 und Office 2021 für macOS und iOS in den „Reduzierten Funktionsmodus" um. Auslöser ist der Ablauf eines digitalen Sicherheitszertifikats.

Was das konkret bedeutet: Betroffene Nutzer können Dokumente dann nur noch öffnen, lesen und drucken. Bearbeiten, Speichern oder Neuanlegen von Dateien wird blockiert. Wer die volle Funktionalität behalten will, braucht mindestens macOS 12 Monterey oder iOS 17. Ältere Hardware – etwa Geräte von vor 2015 sowie iPhone 8 und iPhone X – können die nötigen System-Updates nicht mehr ausführen. Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern als Ausweg die Nutzung der Web-Versionen von Office.

Sicherheitslücke und neues KI-Test-Framework

Bereits am 3. Juni 2026 warnte die indische Cybersicherheitsbehörde CERT-In vor einer Schwachstelle in Microsoft Office. Die als CVE-2026-45659 gelistete Lücke könnte Angreifern ermöglichen, über manipulierte Dokumente die Kontrolle über Systeme zu übernehmen oder Daten zu stehlen. Microsoft hat zwar einen Patch bereitgestellt, Sicherheitsexperten raten jedoch, das Update manuell über die Kontoeinstellungen in Word zu installieren.

Am selben Tag veröffentlichte Microsoft zudem ein neues Open-Source-Framework namens ASSERT. Es ist Teil der Microsoft Foundry Trust-Stack-Initiative und erlaubt Entwicklern, KI-Verhalten mit natürlichen Sprachbeschreibungen zu testen. Das Tool wandelt Regeln in Bewertungstests um und zeichnet die Zwischenschritte von KI-Modellen auf – ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz und Sicherheit in der KI-Entwicklung.

Milliarden-Deals und neue Lizenzmodelle

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Im Unternehmenssektor sorgt ein Großauftrag für Aufsehen: Die Lloyds Banking Group führt ab dem 4. Juni 2026 das Microsoft 365 E7 „AI Frontier Suite" ein. Die britische Großbank mit 28 Millionen Kunden hat bereits 40.000 Copilot-Lizenzen integriert und plant den weiteren Ausbau KI-gestützter Assistenten für Mitarbeiter und Kunden. Mehr als 10.000 Entwickler des Konzerns nutzen zudem bereits GitHub Copilot.

Noch gewaltiger ist ein Auftrag aus dem öffentlichen Sektor: Ein Fünfjahresvertrag über 9,7 Milliarden Euro zwischen dem US-Verteidigungsministerium und Dell Federal Systems trat am 1. Juni 2026 in Kraft. Der Deal konsolidiert Microsoft-Lizenzen für Windows, Azure und Microsoft 365 über die gesamte Militär- und Geheimdienst-Community hinweg. Die erwarteten jährlichen Einsparungen: rund 422 Millionen Euro.

Die Nachrichten kommen vor dem Hintergrund anhaltender Änderungen an Microsofts Lizenzmodellen. Bereits am 2. Januar 2026 hatte der Konzern den Verkauf von Power Apps „pro App"-Lizenzen für Neukunden eingestellt. Bestandskunden mit Enterprise Agreements können diese weiterhin verlängern, andere werden auf „pro Nutzer"- oder „Prozess"-Lizenzen umgestellt – letztere bieten höhere Aktionslimits für automatisierte Aufgaben wie die Rechnungsverarbeitung.

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