NVIDIA stellt KI-Agenten-Toolkit vor: Echtzeit-Simulationen jetzt möglich
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 02:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auf der SIGGRAPH-Konferenz hat NVIDIA am 20. Juli 2026 eine umfassende Erweiterung seines Agent Toolkit vorgestellt. Der Chiphersteller integriert neue Omniverse-Bibliotheken, die es KI-Agenten ermöglichen, simulationsfähige Umgebungen zu erstellen, zu validieren und mit ihnen zu interagieren. Im Fokus stehen physikalisch präzise Sensordaten und GPU-beschleunigte Physiksimulationen.
Drei neue Bibliotheken für Entwickler
Die Erweiterung umfasst drei zentrale Bibliotheken: ovrtx, ovphysx und CAD-to-SimReady. Sie sollen Entwicklern helfen, Simulationsfunktionen in kreative und technische Software einzubetten.
Die ovrtx-Bibliothek ist ein leichtgewichtiges C/Python-SDK, das Echtzeit-RTX-Sensorsimulationen für Kameras, Lidar und Radar ermöglicht – basierend auf OpenUSD-Szenen. Eine Vorabversion wurde bereits am 18. Juli auf GitHub veröffentlicht. Entwickler können die Sensorsimulation direkt in ihre Host-Anwendungen integrieren, ohne die gewohnten Arbeitsabläufe zu verlassen.
Ergänzend dazu liefert ovphysx GPU-beschleunigte Physik, während CAD-to-SimReady die Validierung von 3D-Assets übernimmt. Gemeinsam bereiten diese Werkzeuge KI-Agenten darauf vor, 3D-Inhalte für hochpräzise Simulationen aufzubereiten und zu prüfen.
Erste Industriepartner wie SideFX und PTC haben bereits mit der Integration begonnen. Zudem veröffentlichte NVIDIA am 20. Juli eine Blaupause für Blender, um agentenbereite Simulationen in der Open-Source-3D-Suite zu ermöglichen.
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Lokale KI auf leistungsstarken Workstations
NVIDIA ermöglicht den lokalen Betrieb dieser KI-Agenten auf DGX-Station-Desktops. Die Systeme nutzen den GB300-Chip und bieten bis zu 20 Petaflops FP4-Leistung sowie 748 GB Arbeitsspeicher. Die Einrichtung dauert laut Hersteller rund 30 Minuten und umfasst Werkzeuge wie NemoClaw, Nemotron 3 Ultra und OpenShell.
Die Workstations sind über Hersteller wie ASUS, Dell, Gigabyte, HP und Supermicro erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei umgerechnet rund 78.000 Euro. Für kleinere Einsätze sollen RTX-Spark-Systeme im Herbst 2026 verfügbar sein.
Neue KI-Tools für Videoerkennung und Weltmodelle
Neben den Simulationsbibliotheken präsentierte NVIDIA auf der SIGGRAPH weitere KI-gesteuerte Werkzeuge. Der Synthetic Video Detector NIM Microservice soll KI-generierte Videos mit einer Genauigkeit von bis zu 92 Prozent identifizieren können.
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Ebenfalls vorgestellt wurde Cosmos 3 Edge, ein offenes Weltmodell für Simulation und Grafik. Zudem erweiterte NVIDIA die Anbindungen für das Media and Communication Protocol (MCP) und vernetzt es mit kreativen Tools von Adobe, Affinity, Boris FX und der Unreal Engine.
Mehrere Startups – darunter Palatial, Lightwheel, ForgeCAD und MoonlakeAI – nutzen die neuen Omniverse-Bibliotheken bereits, um ihre Simulations- und Design-Workflows zu verbessern.
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