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NVIDIA stattet 23 Länder mit 35 KI-Supercomputern aus

23.06.2026 - 06:42:20 | boerse-global.de

NVIDIA liefert 35 KI-Supercomputer in 23 EU-Länder. Forscher profitieren von 800 Exaflops Rechenleistung für Innovationen.

NVIDIA stattet Europa mit 35 KI-Supercomputern aus
NVIDIA - A vast, futuristic server room with rows of glowing supercomputers and abstract digital data streams, symbolizing advanced AI infrastructure. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der US-Chipriese stattet 23 europäische Länder mit Hochleistungsrechnern aus – ein Meilenstein für Forschung und Industrie.

Die Ankündigung fiel auf der ISC 2026, der weltweit führenden Konferenz für Supercomputing: NVIDIA liefert 35 neue KI-Supercomputer nach Europa. Die Systeme verteilen sich auf 23 Länder und bringen es gemeinsam auf eine Rechenleistung von 800 AI-Exaflops. Mehr als drei Millionen Forscher sollen künftig von den Kapazitäten profitieren.

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Von Barcelona bis Stockholm: Die größten Projekte

Das Flaggschiff der neuen Welle steht in Spanien. Der MareNostrum5 am Barcelona Supercomputing Center liefert 20 Exaflops für KI-Training und 33 Exaflops für sogenannte Inference-Aufgaben – also die Anwendung trainierter Modelle.

Italien setzt mit IT4LIA auf rohe Kraft: 8.000 Grafikprozessoren (GPUs) erzeugen eine Spanne zwischen 82 und 164 Exaflops. In Deutschland kommen zwei Systeme zum Einsatz: Die BavariaAI Blue Swan (1.000 GPUs) und der HLRS HammerHAI (850 GPUs). Schwedens NAISS Mimer rundet die Spitzengruppe mit 400 GPUs ab.

Siemens Energy spart Zeit – Jülich stellt Weltrekord auf

Die neuen Maschinen zeigen bereits konkrete Wirkung. Siemens Energy berichtet von einer Beschleunigung seiner Simulationen für Wasserstoff-Gasturbinen um 77 Prozent – ein direkter Gewinn für die Energiewende.

Am Jülicher Forschungszentrum gelang mit dem JUPITER-System, Europas erstem Exascale-Computer, ein Coup: Die Forscher simulierten einen 50-Qubit-Quantencomputer und stellten damit einen neuen Weltrekord in der Quantensimulation auf.

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Geopolitische Lage treibt den Ausbau

Der massive Ausbau fällt nicht zufällig in diese Zeit. Nach dem G7-Gipfel und neuen US-Exportbeschränkungen für bestimmte KI-Modelle will Europa strategisch unabhängiger werden. Die Botschaft ist klar: Wer bei Künstlicher Intelligenz mithalten will, braucht eigene Rechenzentren.

Doch der Preis ist hoch. Aktuelle Daten zeigen: Die Energiepreise in Europa liegen etwa doppelt so hoch wie in den USA. Das macht den Stromverbrauch zum entscheidenden Kostenfaktor für KI-Investitionen.

Datencenter-Boom trotz hoher Kosten

Der Hunger nach Rechenleistung ist ungebrochen. Weltweit sind Stand Juni 2026 mehr als 850 Rechenzentren im Bau. Frankreich setzt dabei auf seine Atomkraft: Die bestehenden Kernkraftwerke sollen die riesigen Strommengen für die neuen Supercomputer liefern.

Ein Blick in die Zukunft: NVIDIA kündigte an, dass künftige Systeme auf der neu vorgestellten Vera-Rubin-Plattform basieren werden. Die Entwicklung zielt auf integrierte Quanten-GPU-Umgebungen – eine Technologie, die das nächste Kapitel des Hochleistungsrechnens einläuten könnte.

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