Nvidia, RTX

Nvidia RTX Spark: ARM-Chip mit 1 Petaflop für Windows-KI-PCs

16.06.2026 - 02:14:18 | boerse-global.de

Microsofts Phi Silica läuft auf Nvidia RTX 30-Serie und neuer. Neue KI-Funktionen ohne spezielle NPU-Hardware möglich.

Windows 11: KI-Features jetzt auch auf RTX-Grafikkarten nutzbar
Nvidia - A futuristic NVIDIA RTX graphics card glows on a circuit board amidst digital data streams, symbolizing AI processing. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Windows 11 erweitert lokale KI-Fähigkeiten auf PCs mit dedizierten Grafikkarten – und macht sich damit von spezieller NPU-Hardware unabhängiger.

Microsoft testet derzeit eine neue Funktion, die das Phi Silica Sprachmodell auf Systemen mit Nvidia RTX-Grafikkarten laufen lässt. Nutzer mit RTX 30-Serie oder neuer können nun an einem experimentellen Programm teilnehmen. Voraussetzung: mindestens 6 GB Videospeicher (VRAM) und die Aktivierung des Windows Insider Experimental Channel mit Entwicklermodus.

Die Umsetzung erfolgt über das Windows App SDK 2.2.2-experimental9. Statt auf eine dedizierte Neural Processing Unit (NPU) zurückzugreifen, rechnet das Modell direkt auf der Grafikkarte. Das bringt zwar enorme Rechenleistung, verzichtet aber vorerst auf NPU-spezifische Optimierungen wie die Prompt-Kompression. Unterstützung für AMD-Grafikkarten ist für ein späteres Update angekündigt.

Anzeige: Microsoft testet Phi Silica auf RTX-Grafikkarten – damit laufen KI-Features wie Dokumentenzusammenfassung auch ohne NPU. Der neue RTX Spark ARM-Chip bringt sogar 1 Petaflop Leistung für lokale KI. Erfahren Sie in diesem Guide, wie Sie Ihre Hardware optimal nutzen. RTX-Spark-Guide 2026 anfordern

Neue KI-Funktionen für ältere PCs

Konkret werden textbasierte KI-Features wie Dokumentenzusammenfassung und Textumschreibung nun auch auf Nicht-Copilot+-PCs nutzbar. Die benötigten Modelle liefert Windows Update bei Bedarf automatisch aus. Allerdings bleiben datenschutzintensive Funktionen wie das Recall-Tool weiterhin Hardware mit integrierter NPU vorbehalten.

Nvidia positioniert sich im KI-PC-Markt

Parallel zu Microsofts Öffnung bringt Nvidia eigene Hardware für lokale KI-Anwendungen in Stellung. Am 15. Juni 2026 wurden Details zum RTX Spark bekannt – einem ARM-basierten System-on-a-Chip (SoC) speziell für Windows-KI-PCs.

Die Architektur kombiniert eine 20-Kern-Grace-CPU mit einer Blackwell-basierten GPU, die 6.144 CUDA-Kerne bietet. Die Plattform erreicht bis zu 1 Petaflop KI-Leistung und unterstützt bis zu 128 GB einheitlichen Speicher. Damit tritt der Chip gegen High-End-Lösungen von Apple und Qualcomm an – für lokale KI-Agenten, Videobearbeitung und Gaming bei einer Leistungsaufnahme unter 140 Watt.

Nvidia und Microsoft arbeiten zudem an einer sicheren Windows-Plattform für diese neuen lokalen KI-Agenten. Nvidia optimiert außerdem für Llama.cpp mit Multi-Token-Vorhersage, was die Modellgeschwindigkeit verdoppeln könnte. Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Nvidia die Vera-Rubin-GPU-Architektur für Rechenzentren und die RTX-Spark-CPUs für Endgeräte.

Anzeige: Ihre alte Grafikkarte kann mehr, als Sie denken: Mit dem Windows Insider Experimental Channel aktivieren Sie KI-Modelle auf RTX 30-Serie oder neuer. Keine teure NPU nötig. Der Guide zeigt, wie Sie Ihre Hardware für lokale KI-Agenten fit machen. KI-Guide für Ihre RTX jetzt sichern

Windows 11: KI-Monitor und Gaming-Optimierungen

Die KI-Erweiterungen fallen mit größeren Updates im Windows-11-Ökosystem zusammen. Ein Release-Preview-Build vom 12. Juni 2026 führt einen NPU-Monitor im Task-Manager ein. Damit können Nutzer die Auslastung spezialisierter KI-Hardware verfolgen. Der Build enthält auch Optimierungen für NPU-beschleunigte Windows-Suche und Live-Untertitel.

Auch im Gaming-Bereich tut sich etwas: Am 14. Juni 2026 erweiterte Microsoft seine Advanced Shader Delivery-Funktion auf ältere AMD Radeon-Karten mit RDNA-1- und RDNA-2-Architektur. Diese Technologie nutzt Cloud-basierte Shader-Vorabkompilierung, um Ruckler im Spiel zu reduzieren. Bei neueren RDNA-basierten GPUs verkürzen sich die Ladezeiten drastisch – bei einem Rennspiel etwa von 90 auf nur vier Sekunden. Unterstützung für Nvidia-Hardware folgt voraussichtlich noch 2026.

de | wissenschaft | 69548392 |