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Nvidia RTX 60-Serie: Grafikkarten-Start verschiebt sich auf Ende 2027

02.07.2026 - 18:35:19 | boerse-global.de

Nvidia verschiebt die Massenproduktion der GeForce RTX 60 auf Ende 2027. Steigende Speicherkosten und der Fokus auf KI-Chips belasten die Gaming-Sparte.

Nvidia verschiebt RTX-60-Serie: Gamer müssen bis 2028 warten
Nvidia - Nahaufnahme einer modernen Grafikkarte mit leuchtenden Schaltkreisen und subtilem digitalem Glitch-Effekt. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die nächste Generation der GeForce-RTX-60-Serie soll nun erst Ende 2027 in Massenproduktion gehen – ein deutlicher Rückschlag für Gamer weltweit.

Steigende Kosten und KI-Boom belasten Gaming-Sparte

Die Verschiebung hat mehrere Ursachen. Haupttreiber sind explodierende Preise für Grafikspeicher (VRAM) und Nvidias Fokus auf hochprofitable KI-Chips. Statt dem üblichen Zweijahresrhythmus dürfte die RTX-60-Serie frühestens 2028 in den Handel kommen.

Doch die Probleme beginnen schon bei der Vorgängergeneration. Insider berichten, dass Nvidia die geplante GeForce RTX 5050 mit 9 GB GDDR7-Speicher gestrichen hat. Als Ersatz bringt der Konzern überraschend das ältere Modell RTX 3060 mit 12 GB zurück auf den Markt. Kein Zufall: Umfragen zufolge war die RTX 3060 zuletzt die meistgenutzte Grafikkarte unter PC-Spielern.

Die Speicherkosten steigen branchenweit. Erst Anfang der Woche hatte AMD seinen Partnern Preiserhöhungen von rund zehn Prozent für GPU- und Speicherpakete angekündigt.

Fertigungsprobleme bei Rechenzentrums-Hardware

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Auch im profitablen KI-Geschäft läuft nicht alles rund. Nvidias kommende „Rubin“-Architektur kämpft mit technischen Hürden. Der geplante High-End-Chip Rubin Ultra sollte ursprünglich aus vier Dies bestehen. Wegen Verformungsproblemen bei TSMCs CoWoS-L-Packaging-Technologie setzt Nvidia nun auf ein Zwei-Die-Design.

Die Folgen sind gravierend: Die Rechenleistung und Speicherbandbreite des Rubin Ultra halbieren sich voraussichtlich. Statt 16 HBM4e-Speicherstapeln sind nur noch acht vorgesehen. Der Standard-Rubin-Chip soll zwar planmäßig in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen, fortschrittlichere Verpackungslösungen wie CoPoS kommen aber frühestens Ende 2028.

Schon die aktuelle Blackwell-Generation (B200) bereitet Probleme. Große Cloud-Anbieter melden Lieferverzögerungen von acht bis 14 Wochen. Grund: Die Chips verbrauchen rund 50 Watt mehr als erwartet, was aufwendige Kühlsystem-Neukonstruktionen erforderlich macht.

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Wettbewerb und Zukunftsausblick

Trotz der Rückschläge hält Nvidia an seinen langfristigen Architekturplänen fest. Nach der Rubin-Serie (2026/2027) ist für 2028 die „Feynman“-Architektur mit 3D-Stapelung und BlueField-5-Prozessoren geplant. Eine „Rosa Feynman“-Variante soll 2029/2030 folgen.

Die Konkurrenz schläft nicht: AMD präsentiert am 23. Juli 2026 seine Helios-Beschleuniger (MI455X). Die Chips versprechen mehr Speicherkapazität als Nvidias aktuelle modeller – doch Muster werden erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet, die Massenproduktion startet frühestens im zweiten Quartal 2027.

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