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NVIDIA RTX 60: Massenproduktion erst 2028 wegen KI-Chip-Mangel

28.05.2026 - 17:30:21 | boerse-global.de

NVIDIA verschiebt RTX-60-Serie und streicht Zwischenupdate. GDDR7-Knappheit und Milliarden-Deal mit Groq prägen die neue KI-Strategie.

NVIDIA RTX 60: Massenproduktion erst 2028 wegen KI-Chip-Mangel - Foto: über boerse-global.de
NVIDIA RTX 60: Massenproduktion erst 2028 wegen KI-Chip-Mangel - Foto: über boerse-global.de

Der Chipriese verschiebt den Fokus von Gaming auf KI – und lässt Spieler warten.

NVIDIA fährt die Produktion von Consumer-Grafikkarten drastisch zurück. Branchenberichte aus den letzten Tagen deuten darauf hin, dass die nächste Generation, die RTX-60-Serie, frühestens 2028 in die Massenproduktion geht. Grund dafür ist eine Knappheit bei GDDR7-Speicherchips, die derzeit fast vollständig in die hochprofitablen KI-Server wandern. Ein geplantes Zwischenupdate, die sogenannte „Kicker"-Reihe oder RTX-50-Super-Serie, wurde Berichten zufolge komplett gestrichen.

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KI-Boom verdrängt Gaming-Hardware

Der Konzern priorisiert offenbar die Auslieferung von KI-Rechenzentren über alles. Analysten beobachten, dass NVIDIA die Fertigungskapazitäten für die extrem nachgefragten GDDR7-Speichermodule fast ausschließlich für KI-Beschleuniger nutzt. Für das laufende Jahr 2026 ist demnach kein einziger neuer Consumer-Grafikchip geplant – ein Bruch mit der jahrelangen Taktung.

Einziger Lichtblick für Enthusiasten: Am 26. Mai wurde die GeForce RTX 5090 Founders Edition in Singapur offiziell verfügbar. Der Händler AFTERSHOCK PC liefert erste Systeme mit der Highend-Karte aus. Ob und wann die Karte nach Europa kommt, ist unklar.

Rubin-CPX vor dem Aus? Milliarden-Deal mit Groq im Gespräch

Auch im Enterprise-Segment gerät die Roadmap ins Wanken. Die für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartete Rubin-CPX-Inference-GPU steht auf der Kippe. Hersteller berichten, dass bislang keine Bestellungen für das benötigte GDDR7-Memory oder die Substrate eingegangen sind. NVIDIA selbst hatte den Rubin-CPX bereits im März von der öffentlichen Roadmap genommen.

Stattdessen zeichnet sich eine strategische Neuausrichtung ab: Branchenkreise sprechen von einem möglichen Lizenzdeal mit Groq im Wert von rund 20 Milliarden Euro. Groq ist für seine extrem schnellen LPU-Chips (Language Processing Units) bekannt – eine Technologie, die NVIDIA offenbar für sich nutzen will.

N1X-Chip wechselt vom Laptop zur Workstation

Der gemeinsam mit Mediatek entwickelte ARM-Chip N1X bekommt eine neue Bestimmung. Ursprünglich für Consumer-Laptops gedacht, zielt NVIDIA nun auf Desktop-Workstations ab – mit deutlich höheren Margen. Der auf Blackwell-Architektur basierende Chip bringt 6.144 CUDA-Kerne mit und liegt leistungstechnisch auf dem Niveau einer RTX 5070.

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DLSS 5 kommt im Herbst – aber nur für RTX 50?

Während die Hardware-Fahrpläne bröckeln, treibt NVIDIA die Software voran. Der am 26. und 27. Mai veröffentlichte GeForce-Treiber 610.47 enthält erstmals Hinweise auf DLSS 5. Im Treiber wird die Technologie als „DLSS-NR" (Neural Rendering) geführt. Die finale Version soll im Herbst 2026 erscheinen.

Erste Spiele, die das neuronale Rendering unterstützen sollen: Assassin's Creed Shadows, Starfield und Resident Evil Requiem. Analysten gehen davon aus, dass DLSS 5 exklusiv für die RTX-50-Serie bleibt.

Der Treiber 610.47 markiert zudem das Ende einer Ära: Nach 20 Jahren wird das klassische NVIDIA Control Panel für Mainstream-Nutzer eingestellt. Die neue NVIDIA App übernimmt ab sofort alle Funktionen für Game-Ready- und Studio-Treiber. Das alte Panel bleibt zwar separat im Microsoft Store verfügbar, erhält aber keine Updates mehr und wird nicht mehr mit neuen Treibern ausgeliefert.

Intel und AMD nutzen die Lücke

Während NVIDIA die Gamer warten lässt, schlagen die Konkurrenten zu. Intel präsentierte am 28. Mai seine Arc G3 und Arc G3 Extreme Prozessoren. Mit einer 14-Kern-CPU-Architektur und überarbeiteten B-Serie-GPUs sollen die Chips vor allem im Handheld- und Mobile-Segment neue Maßstäbe setzen.

AMD wiederum bereitet den globalen Launch der Radeon RX 9070 GRE vor. Der Verkaufsstart ist für den 1. Juni geplant. Die Karte kommt mit 12 GB GDDR6-Speicher und 3.072 Stream-Prozessoren – eine direkte Kampfansage an NVIDIAs Mittelklasse.

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