NVIDIA, Umsatz

NVIDIA Q2: Umsatz springt 106% auf 96,2 Milliarden Dollar

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 19:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NVIDIA meldete 96,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und 106 Prozent Wachstum, während Insiderverkäufe 2026 über 664 Millionen US-Dollar erreichten.

NVIDIA: Insider verkaufen Aktien, während Quartalszahlen stark ausfallen
Reihen von leuchtenden Server-Racks in einem modernen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 haben Insider beim US-Halbleiterkonzern NVIDIA Aktienverkäufe in einem signifikanten Umfang getätigt. Die Veräußerungen summieren sich auf einen Gesamtwert von mehr als 664 Millionen US-Dollar.

Ein maßgeblicher Teil dieser Transaktionen geht auf ein einzelnes Mitglied des Board of Directors zurück: Mark Stevens veräußerte zwischen März und Juni Papiere im Wert von rund 445,6 Millionen US-Dollar. Damit zeichnet Stevens für etwa 67 Prozent des gesamten Insider-Verkaufsvolumens in diesem Zeitraum verantwortlich.

Umfangreiche Transaktionen durch Director Mark Stevens

Die detaillierte Betrachtung der Handelsaktivitäten zeigt, dass die größte Einzeltransaktion am 18. Juni 2026 stattfand. Zu diesem Zeitpunkt verkaufte Mark Stevens 885.000 NVIDIA-Aktien zu einem Preis von 210,17 US-Dollar pro Stück, was einem Erlös von zirka 186 Millionen US-Dollar entsprach. Trotz dieser massiven Reduzierung bleibt Stevens mit einem Bestand von über 31 Millionen Aktien weiterhin in erheblichem Maße am Unternehmen beteiligt.

Die Dynamik der Insider-Verkäufe hielt auch in den Sommermonaten an. Marktforscher beziffern das Volumen der in den letzten drei Monaten von Unternehmensnahen veräußerten Aktien auf insgesamt 410 Millionen US-Dollar. Diese Verkäufe fielen in eine Phase, in der das Unternehmen erneut starke Geschäftszahlen vorlegen konnte.

Starke Quartalszahlen und optimistischer Ausblick

Am 26. August 2026 gab NVIDIA die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 bekannt. Der Umsatz belief sich auf 96,2 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 106 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Besonders die Sparte für Rechenzentren (Data Center) trieb das Wachstum mit einem Umsatzplus von 117 Prozent auf 89 Milliarden US-Dollar voran. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen des Marktes, die im Vorfeld bei 92,2 Milliarden US-Dollar für den Gesamtumsatz und 85 Milliarden US-Dollar für den Bereich Data Center gelegen hatten.

Auch die Profitabilität des Konzerns bewegt sich auf Rekordniveau. Die GAAP-Bruttomarge lag im zweiten Quartal bei 75 Prozent. Das operative Ergebnis (Operating Income) erreichte 63,73 Milliarden US-Dollar, was einer operativen Marge von 66,2 Prozent entspricht.

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Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) wurde mit 2,22 US-Dollar ausgewiesen und lag damit über der Konsensschätzung von 2,10 US-Dollar. Der freie Cashflow belief sich im selben Zeitraum auf 21,34 Milliarden US-Dollar, nachdem er im ersten Quartal noch bei 48,55 Milliarden US-Dollar gelegen hatte.

Strategische Akquisitionen und Marktpositionierung

NVIDIA nutzt die starke Kapitalposition für strategische Erweiterungen und Kapitalrückführungen. So wurde die Übernahme der Plattform Hugging Face für 12,9 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben.

Zudem kaufte das Unternehmen im letzten Quartal eigene Aktien im Wert von 26 Milliarden US-Dollar zurück und erhöhte die Dividende um den Faktor 25, was einer aktuellen Rendite von 0,49 Prozent entspricht. Die Marktkapitalisierung des Konzerns erreichte zuletzt einen Wert von 5,5 Billionen US-Dollar.

Für das dritte Quartal prognostiziert das Management einen weiteren Umsatzanstieg auf etwa 108 Milliarden US-Dollar mit einer Schwankungsbreite von zwei Prozent. Ein Indikator für die anhaltend hohe Nachfrage sind die Lieferverpflichtungen (Supply Commitments), die von 119 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal auf nun 279 Milliarden US-Dollar gestiegen sind.

Bewertung und potenzielle Risiken

Trotz der Insider-Verkäufe wird die Aktie von Analysten differenziert bewertet. Bei einem aktuellen Kurs von 217,55 US-Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 34,9, was deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 61,5 liegt.

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Analysten beziffern das durchschnittliche Kursziel je nach Quelle auf 305,79 bis 321,59 US-Dollar. Branchenexperten weisen jedoch auf potenzielle Herausforderungen hin: Die Bruttomarge könnte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 auf 71 bis 72 Prozent sinken.

Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Wachstums, da schätzungsweise 25 Prozent der Umsätze im Fiskaljahr 2028 von Kunden stammen könnten, die ihre Käufe über Finanzierungsmodelle abwickeln. Dennoch wird für das Geschäftsjahr 2028 ein weiteres Umsatzwachstum von mindestens 70 Prozent erwartet.

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