Nvidia N1X: Neuer Windows-Chip mit 20 Kernen und 6.144 CUDA-Cores
31.05.2026 - 15:20:07 | boerse-global.deDer Chip-Riese Nvidia steigt mit eigenen Prozessoren in den PC-Markt ein – und setzt auf künstliche Intelligenz direkt auf dem Gerät.
Gemeinsam mit Microsoft will Nvidia eine neue Generation von Windows-Computern auf den Markt bringen. Die Unternehmen veröffentlichten am 29. Mai einen Teaser mit Koordinaten des Taipei Music Centers, wo Nvidia-CEO Jensen Huang am 1. Juni die Computex-Messe eröffnen wird. Im Zentrum der Partnerschaft steht die Integration von Hochleistungs-Hardware mit sogenannter „agentischer KI" – autonome Software-Agenten, die komplexe Aufgaben direkt auf dem Gerät erledigen. Weitere Details zum Software-Ökosystem sollen auf der Microsoft Build-Konferenz ab dem 2. Juni folgen.
Während neue Hardware-Generationen die KI-Zukunft einläuten, fragen sich viele Nutzer, was die aktuellen Microsoft-Systeme bereits leisten können. Dieser kostenlose Expertenreport enthüllt die wichtigsten Neuerungen von Windows 11 und zeigt, wie Sie den Umstieg auf das moderne Betriebssystem ohne Risiko meistern. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos anfordern
Nvidias Chip-Offensive für Windows on Arm
Die neue Hardware basiert auf Nvidias N1- und N1X-Prozessoren, die auf der Arm v9.2-Architektur setzen. Der leistungsstärkere N1X-Chip wird im 3nm-Verfahren von TSMC gefertigt und verfügt über 20 Kerne – zehn Performance- und zehn Effizienzkerne. Die integrierte Grafik basiert auf der Blackwell-Architektur und bringt es auf bis zu 6.144 CUDA-Kerne.
Branchenbeobachter sehen darin einen direkten Angriff auf Apples M-Serie sowie die High-End-Prozessoren von AMD und Intel. Die Chips nutzen LPDDR5X Unified Memory – in Spitzenkonfigurationen wie dem DGX-Spark-Personal-Supercomputer sind bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher möglich. Der Preis dafür liegt bei umgerechnet rund 4.300 Euro.
Entwickelt wurden die Prozessoren in Zusammenarbeit mit MediaTek. Nvidia arbeitet bereits seit Ende 2023 an Arm-basierten CPUs für Windows – der Einstieg in den PC-Markt ist ein langfristig angelegtes Projekt.
Warum KI auf dem Gerät die Zukunft gehört
Der eigentliche Treiber hinter der Hardware-Revolution ist der Aufstieg der agentischen KI. Statt Rechenleistung in die Cloud auszulagern, sollen KI-Workloads künftig lokal auf dem PC laufen. Das spart Cloud-Kosten und verbessert Datenschutz sowie Reaktionszeiten.
Microsoft spricht von einer „neuen Ära des PCs" und will Software bereitstellen, die speziell für lokale KI-Agenten entwickelt wurde. Diese können Workflows steuern, Daten analysieren und mit Anwendungen interagieren – ohne ständige Server-Anbindung.
Die höheren Speicheranforderungen dieser Systeme kommen vor allem den südkoreanischen Chip-Herstellern Samsung und SK Hynix zugute. SK-Group-Chef Chey Tae-won wird zur Keynote in Taipeh erwartet – ein Zeichen für die strategische Bedeutung der Speicherlieferketten.
Wer profitiert – und wer unter Druck gerät
Mit Nvidias Eintritt in den PC-Prozessormarkt verschärft sich der Wettbewerb. Bislang führt Qualcomm den Markt für Windows-on-Arm an – doch Nvidia bietet nun eine echte High-End-Alternative für Premium-Laptops.
Hersteller wie Dell, Lenovo, ASUS und Microsofts eigene Surface-Sparte stehen bereit, um die neuen Chips in ihren Geräten zu verbauen. Zu den ersten Modellen zählen die ASUS ProArt-Serie sowie Lenovos Legion 7, IdeaPad Slim 5 und Yoga Pro. Einige Konfigurationen, etwa das Legion 7, benötigen Netzteile mit bis zu 245 Watt, um die Rechenleistung des N1X zu versorgen.
Der Wechsel auf ein neues System wie Windows 11 verspricht zwar innovative Funktionen, doch viele Anwender zögern aufgrund technischer Hürden. Erfahren Sie in diesem Gratis-Ratgeber, wie Sie Ihre Programme und Dateien sicher in die neue Windows-Welt mitnehmen und Fehler beim Umstieg vermeiden. Kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung für Windows 11 sichern
Marktstart erst zum Jahresende
Obwohl die offizielle Vorstellung in der ersten Juniwoche 2024 stattfindet, werden die ersten Laptops mit Nvidia-Chips voraussichtlich erst Ende des Jahres in den Handel kommen. Eine große Hürde bleibt die Software-Kompatibilität für Windows on Arm – ein Problem, das frühere Versuche, sich von der x86-Architektur zu lösen, immer wieder ausgebremst hat.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
