Nvidia-LG-Allianz, Blackwell-GPUs

Nvidia-LG-Allianz: 10.000 Blackwell-GPUs für humanoide Roboter

08.06.2026 - 07:53:53 | boerse-global.de

Nvidia und LG bündeln Kräfte für humanoide Roboter und KI-Rechenzentren. Die Partnerschaft umfasst mehrere LG-Töchter und den Einsatz von 10.000 Blackwell-GPUs.

Nvidia und LG: Strategische Allianz für humanoide Roboter
Nvidia-LG-Allianz - A sophisticated humanoid robot hand interacts with a glowing neural network, symbolizing AI and robotics collaboration. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Chip-Riese Nvidia und der koreanische LG-Konzern schließen eine strategische Allianz – mit weitreichenden Folgen für die Robotik-Industrie.

Nvidia-CEO Jensen Huang hat am heutigen Montag in Seoul eine wegweisende Partnerschaft mit der LG Group bekannt gegeben. Gemeinsam wollen die Unternehmen humanoide Roboter und hochmoderne Rechenzentren entwickeln. Huang traf sich dazu mit LG-Chef Koo Kwang-mo, um die Zusammenarbeit zu besiegeln – ein Deal, der mehrere Technologiebereiche umfasst.

LG wird zum Robotik-Pionier

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Im Rahmen der Vereinbarung wird LG Electronics zum Hauptentwickler für humanoide Roboter, die auf Nvidias Isaac-Plattform und dem GR00T-Modell (Generalist Robot 00 Foundation) basieren. Die Kooperation erstreckt sich über mehrere LG-Tochtergesellschaften: LG Innotek liefert Sensormodule, LG CNS kümmert sich um Roboterplattformen und KI-Fabriken, während LG Energy Solution die Energiespeicher übernimmt.

Die technischen Dimensionen sind beeindruckend: LG plant den Einsatz von rund 10.000 Nvidia Blackwell GPUs, um die enormen KI-Arbeitslasten zu bewältigen. Zudem soll Nvidias Drive-Hyperion-System in LG-Fahrzeuge integriert werden – eine logische Verbindung von Robotik und automobiler Mobilität. Bereits Anfang des Jahres hatte LG mit dem CLOi-Roboter, ausgestattet mit Nvidias Jetson-Thor-Hardware, sein Potenzial in diesem Bereich unter Beweis gestellt.

Huang auf Korea-Mission: „Physical AI" made in Südkorea

Die LG-Partnerschaft ist nur ein Teil einer viertägigen Reise des Nvidia-CEOs durch Südkorea, die am gestrigen Sonntag begann. Huang bezeichnete das Land als „entscheidenden Partner für Physical AI" – also die Integration künstlicher Intelligenz in physische Hardware. Die Gründe liegen auf der Hand: Südkorea verfügt über jahrzehntelange Expertise in Fertigung, Mechatronik und Halbleitertechnologie.

Huang traf sich zudem mit mehreren Industriegrößen:

  • Samsung Electronics: Gespräche mit Vize-Chef Jeon Younghyun über die Lieferung von HBM4-Speicher für Nvidias kommende Vera-Rubin-Architektur sowie Digital-Twin-Technologie.
  • SK Group: Nach einem Treffen mit Chairman Chey Tae-won kündigte der Konzern eine konzernweite Partnerschaft zum Bau von „KI-Fabriken" an. SK hynix soll zudem spezielle Speicherlösungen für Nvidias Roboterplattformen entwickeln.
  • Hyundai Motor Group: Im Fokus standen softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV) und der Einsatz von Robotik im autonomen Fahren.
  • Software und Infrastruktur: Gespräche mit Naver über KI-Infrastruktur sowie mit den Spieleentwicklern Krafton und NCSOFT – sie sollen ihre 3D-Physik-Engines als virtuelle Testumgebungen für Roboter zur Verfügung stellen.

Die Isaac-GR00T-Plattform: Blaupause für die Roboter-Zukunft

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Der Vorstoß in die Robotik folgt der Enthüllung des Isaac-GR00T-Referenzdesigns für humanoide Roboter am 1. Juni 2026. Die Plattform soll eine standardisierte Grundlage für KI-gestützte Roboter bieten – mit Einsatzmöglichkeiten in Gesundheitswesen, Fertigung und Dienstleistungssektor.

Als ersten Referenzpartner hat Nvidia den chinesischen Hersteller Unitree ausgewählt. Dessen H2-Roboter – rund 1,83 Meter groß und 68 Kilogramm schwer – wird mit Nvidias Jetson-Thor-Hardware kombiniert. Diese nutzt die Blackwell-GPU-Architektur, um die nötige Rechenleistung für komplexe Bewegungsabläufe bereitzustellen.

Die Plattform richtet sich vor allem an Forschungseinrichtungen wie Stanford, die ETH Zürich und die University of California in San Diego. Parallel dazu bereitet Unitree seinen Börsengang am Shanghai STAR Board vor – das Unternehmen will umgerechnet rund 580 Millionen Euro einsammeln, um seine internationale Präsenz auszubauen.

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