NVIDIA Holoscan Sensor Bridge: RoboSense liefert LiDAR aus Serienproduktion
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Technologieunternehmen RoboSense hat die offizielle Anbindung seiner LiDAR-Systeme E2 und EM4 an die NVIDIA Holoscan Sensor Bridge (HSB) bekannt gegeben.
Laut Berichten vom 28. und 29. September 2026 positioniert sich RoboSense damit als weltweit erster LiDAR-Lösungspartner innerhalb des NVIDIA-HSB-Ökosystems, der Lieferungen aus einer Serienproduktion bereitstellt. Die Integration umfasst den hochpräzisen Ultra-Weitwinkel-Festkörper-Digital-LiDAR E2 sowie das für Langstrecken konzipierte Modell EM4.
Effiziente Datenübertragung mittels Ethernet-basierter Sensortechnik
Die NVIDIA Holoscan Sensor Bridge fungiert als Ethernet-basierte Sensor-Streaming-Technologie, die darauf ausgelegt ist, die Übertragung von Echtzeitdaten zu optimieren.
Laut Berichten vom 28. September 2026 vereinfacht diese Technologie die Integration von Hochgeschwindigkeits-Sensorfusion und Aktoren auf Edge-AI-Plattformen von NVIDIA. Zu den wesentlichen Merkmalen der HSB gehören eine extrem niedrige Latenz, hohe Skalierbarkeit sowie standardisierte Schnittstellen.
Ein technischer Vorteil der HSB-Anbindung besteht darin, dass Sensordaten direkt in den GPU-Speicher geschrieben werden können. Dieser Prozess entlastet die CPU und unterstützt die zeitliche Synchronisation mehrerer Sensoren. Die Systeme E2 und EM4 von RoboSense unterstützen diese Technologie nativ über Standard-APIs und Open-Source-Software, wodurch 3D-Datenströme direkt in die KI-Pipelines von NVIDIA Jetson- und IGX-Systemen fließen können.
Hochleistungs-LiDAR für Robotik und Automotive-Anwendungen
Die integrierten Sensormodelle decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab. Der E2 ist ein Festkörper-Digital-LiDAR der zweiten Generation, der auf einem speziellen SPAD-SoC basiert. Mit einem maximalen Sichtfeld von 180° mal 135° ist er primär für die Umgebungs-erfassung in der Robotik konzipiert, etwa für humanoide Roboter, Vierbeiner, Mähroboter oder Drohnen.
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Das Modell EM4 hingegen ist für den Einsatz im Automobilbereich spezifiziert. Dieser „Thousand-Line“-Langstrecken-LiDAR bietet eine Auflösung von bis zu 2160 Linien und erreicht eine Reichweite von bis zu 600 Metern.
Bei einer Datenrate von 41,04 Millionen Punkten pro Sekunde verfügt das System über eine integrierte Echtzeit-Datenkompression. In diesem Zusammenhang wurde bereits ein Fahrzeug-Schema vorgestellt, welches das EM4-System mit der Rechenplattform NVIDIA DRIVE AGX Thor kombiniert.
Strategische Ziele und Marktentwicklung
RoboSense, das sich als Tier-1-Zulieferer für die Wahrnehmungsschicht beim autonomen Fahren versteht, verfolgt mit der HSB-Anbindung das Ziel, die Komplexität bei der Systemintegration zu verringern und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Das Unternehmen war bereits zuvor in andere NVIDIA-Plattformen wie DRIVE und Omniverse integriert.
Die wirtschaftliche Relevanz dieser technologischen Kooperationen spiegelt sich in den Absatzzahlen wider. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete RoboSense im Robotik-Segment einen LiDAR-Absatz von 282.600 Einheiten, was einer Steigerung von 510,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
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Auch an den Finanzmärkten lösten die Meldungen Reaktionen aus. Die Aktie von RoboSense (02498.HK) notierte am 28. September 2026 im Nachmittagshandel bei 16,67 HK-Dollar, was einem Zuwachs von 4,12 % entsprach.
Andere Berichte bezifferten den Anstieg auf 5,37 % bei einem Kurs von 16,87 HK-Dollar und einem Handelsumsatz von 25.668.700 HK-Dollar. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über Design-Wins bei zahlreichen globalen Automobilherstellern sowie Start-ups im Bereich der New Energy Vehicles (NEV).
