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Nvidia auf Hot Chips 2026: RISC-V-Integration in CUDA geplant

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 02:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia beschreibt technische Voraussetzungen für RISC-V-Host-Prozessoren in CUDA und NVLink Fusion, nennt aber weder Leistungsdaten noch einen Zeitplan.

Nvidia skizziert RISC-V-Anbindung an CUDA und NVLink Fusion
Ein hochmoderner Server-Rack in einem Rechenzentrum mit detaillierter Hardware-Architektur und komplexer Verkabelung. Illustration mit AI erstellt.

Nvidia hat auf der Hot Chips 2026 erste technische Eckpunkte vorgestellt, wie sich RISC-V-Prozessoren künftig in das CUDA-Ökosystem und die NVLink-Fusion-Architektur einbinden lassen. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Host-CPU-Anforderungen für eine solche Integration – konkret geht es um binäre Kompatibilität, PCIe-Kohärenz, Peer-to-Peer-Datentransfers sowie Hochbandbreiten-Verbindungen zwischen CPU und GPU.

Konzept ohne Zahlen

Bemerkenswert an der Präsentation ist, dass Nvidia keine Benchmarks oder konkreten Leistungszahlen präsentierte. Der Auftritt bei Hot Chips 2026 diente demnach eher der Darstellung eines technischen Rahmens als der Ankündigung eines fertigen Produkts.

Nvidia benannte als technische Grundlage für die RISC-V-Integration das RVA23-Profil sowie die im August 2025 veröffentlichte Boot and Runtime Services Specification. Beide Spezifikationen sollen die Basis dafür bilden, dass RISC-V-basierte Host-Prozessoren kompatibel mit den bestehenden Nvidia-Softwareschichten arbeiten können.

Anforderungen an NVLink Fusion

Für die Anbindung an NVLink Fusion nannte Nvidia konkrete infrastrukturelle Voraussetzungen: Die Skizze sieht rund 88 PCIe-Lanes vor, zusätzlich sollen die Datenverarbeitungseinheiten-Plattform DOCA sowie die Kommunikationsbibliothek NCCL zum Einsatz kommen.

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Diese Komponenten bilden zusammen das Rückgrat, über das RISC-V-Host-Systeme mit Nvidia-GPUs kommunizieren sollen – von der Kohärenz über den PCIe-Bus bis zur Skalierung über mehrere Beschleuniger hinweg.

SiFive als Partner

Als Partner für die RISC-V-Seite der Integration identifizierte Nvidia das Unternehmen SiFive. Die Nennung fällt zeitlich mit einer eigenen Ankündigung von SiFive zusammen: Das Unternehmen stellte kurz zuvor den BigSky SF-2U870 vor, einen Entwicklungsserver im 2U-Rack-Format.

Das System richtet sich laut SiFive an Hyperscaler, Software-Anbieter und SoC-Entwickler und soll dabei helfen, Server-Workloads auf RISC-V zu portieren, Software für die Architektur zu optimieren und Produktionsrechenzentren zu validieren.

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Einordnung

Die auf Hot Chips 2026 präsentierten Pläne markieren damit einen frühen, konzeptionellen Schritt in Richtung einer möglichen RISC-V-Anbindung an Nvidias Beschleuniger-Ökosystem. Da weder Leistungsdaten noch ein Zeitplan für eine Marktverfügbarkeit genannt wurden, bleibt offen, wann und in welcher Form aus den skizzierten Anforderungen konkrete Produkte entstehen.

Mit SiFive als benanntem Partner und dessen neuem BigSky-Entwicklungsserver zeichnet sich jedoch ab, dass zumindest die Werkzeuge für eine Portierung von Server-Software auf RISC-V-Systeme bereits existieren, während die tiefere Integration in CUDA und NVLink Fusion offenbar noch in der Konzeptionsphase steckt.

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