NVHBM-Speicher, Nvidia

NVHBM-Speicher: Nvidia steigert Performance um 30 Prozent

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 22:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia verbindet seine NVLink-Plattform mit MediaTeks kundenspezifischen Chips und stärkt damit modulare KI-Infrastruktur für Rechenzentren und Fahrzeuge.

Nvidia investiert 3,5 Milliarden Dollar in MediaTek-Allianz
Hochmoderne Server-Racks in einem Rechenzentrum mit blauer Beleuchtung und Fokus auf technischer Hardware. Illustration mit AI erstellt.

Der Halbleiterkonzern Nvidia hat eine tiefgreifende strategische Partnerschaft mit dem taiwanesischen Chiphersteller MediaTek bekannt gegeben. Wie das Unternehmen Ende August mitteilte, investiert Nvidia 3,5 Mrd. US-Dollar in Wandelanleihen von MediaTek. Kern der Kooperation ist die Integration der NVLink-Fusion-Plattform, die es MediaTek ermöglichen soll, kundenspezifische Recheneinheiten (XPUs) für Hochleistungsanwendungen zu entwickeln.

Integration in die Rechenzentrum-Infrastruktur

Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt MediaTek die Rolle eines Design-Partners für NVLink Fusion XPUs, die für den Einsatz in Nvidia-Rack-Systemen optimiert sind. Diese technologische Verbindung erlaubt es, spezialisierte Beschleuniger direkt in die bestehende Infrastruktur von Nvidia zu integrieren.

Diese Entwicklung wird in der Branche als direkte Antwort auf den konkurrierenden Standard UALink gewertet, der unter anderem von AMD unterstützt wird.

Für MediaTek stellt diese Partnerschaft einen bedeutenden wirtschaftlichen Hebel dar. Das Unternehmen gab an, im Jahr 2026 einen Umsatz von 2 Mrd. US-Dollar im Bereich der kundenspezifischen anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs) zu erwarten.

Die Kooperation erstreckt sich zudem über die reine Rechenzentrumshardware hinaus und adressiert auch lokales KI-Computing, etwa durch die Plattformen RTX Spark und DGX Spark, sowie Lösungen für den Automotive-Sektor.

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Technologische Fortschritte durch NVHBM

Parallel zur Allianz mit MediaTek treibt Nvidia Innovationen im Bereich der Speicherarchitektur voran. Mit der Einführung von NVHBM wird der Memory-Controller direkt in das HBM-Base-Die integriert. Diese Architektur führt laut technischen Spezifikationen zu einer Vergrößerung der verfügbaren Rechenfläche um 25 Prozent und einer Steigerung der Bandbreite um 30 Prozent. Gleichzeitig könne der Stromverbrauch um 15 Prozent gesenkt werden.

Insgesamt verspricht Nvidia durch diese Optimierungen eine Steigerung der End-to-End-Performance um 30 Prozent. Als erster Partner für den Einsatz dieser neuen Speichertechnologie wurde Annapurna Labs identifiziert.

Marktdynamik im Cloud-Sektor

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Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der große Cloud-Anbieter wie AWS, Google und Microsoft verstärkt eigene Chip-Designs vorantreiben, um spezifische Workloads effizienter zu bearbeiten. Trotz dieser Bestrebungen zur Eigenständigkeit bleibt die Zusammenarbeit mit etablierten Hardware-Anbietern eng.

So plane AWS derzeit die Bereitstellung von 2 Mio. zusätzlichen Nvidia-Grafikprozessoren (GPUs), um der anhaltend hohen Nachfrage nach Rechenkapazität für Anwendungen der künstlichen Intelligenz gerecht zu werden. Die Partnerschaft zwischen Nvidia und MediaTek sowie die technologischen Sprünge bei der Speicheranbindung unterstreichen die Bemühungen der Hersteller, die Effizienz und Modularität von KI-Infrastrukturen weiter zu erhöhen.

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