Nuss-Nougat-Cremes: Aldi-Produkt schlägt Nutella im Test
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein süßer Aufstrich gehört für viele Verbraucher zum festen Bestandteil des Frühstücks. Wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest verdeutlicht, gibt es bei Qualität, Preis und Inhaltsstoffen der Produkte erhebliche Unterschiede.
Die Verbraucherorganisation nahm 18 Nuss-Nougat-Cremes unter die Lupe und untersuchte diese auf sensorische Eigenschaften wie den Geschmack, auf ihre Nährwerte sowie auf bedenkliche Schadstoffe, wie wmn.de am 22. September 2026 berichtete.
Discounter-Produkt teilt sich die Spitzenposition
Im Gesamtranking sicherten sich zwei Produkte gemeinsam den ersten Platz. Als einer der Testsieger ging die Creme Nusskati von Aldi hervor. Das Produkt erzielte eine Gesamtnote von 2,0 und überzeugte das Testteam besonders im sensorischen Bereich mit einer Teilnote von 1,5. Mit einem Preis von 50 Cent pro 100 Gramm zählte der Aufstrich des Discounters zudem zu den günstigeren Optionen im Testfeld. Den ersten Platz teilt sich das Aldi-Produkt mit der dunklen Haselnuss-Creme von Kräm.
Der bekannte Marktführer Nutella schaffte es im Vergleich auf den dritten Platz mit der Gesamtnote 2,2. Das Produkt lag preislich bei 84 Cent pro 100 Gramm. Bemerkenswert war hierbei der Zuckergehalt: Nutella wies mit 57 Prozent den höchsten Zuckeranteil im gesamten Testfeld auf.
Hohe geschmackliche Qualität bei schwachen Nährwerten
Das Gesamtfeld schnitt geschmacklich überwiegend positiv ab. Zwei Drittel der 18 untersuchten Cremes erhielten die Bewertung „gut“, während drei Produkte sogar mit „sehr gut“ beurteilt wurden.
Wer beim Frühstück nicht zum teuersten Glas greifen will, findet in diesem Test klare Unterschiede: Der günstigste Aufstrich teilt sich Platz eins, während der Marktführer den höchsten Zuckeranteil im Feld aufweist. Unser kostenloser Guide fasst Testsieger, Preise und Schadstoff-Befunde übersichtlich zusammen. Jetzt kostenlosen Einkaufs-Guide anfordern
Die ernährungsphysiologische Bilanz trübte dieses Bild jedoch deutlich: Die Nährwerte der getesteten Brotaufstriche schnitten in der Regel lediglich mit dem Urteil „ausreichend“ ab, was vor allem auf den typischerweise hohen Zucker- und Fettgehalt dieser Produktgruppe zurückzuführen ist.
Schadstoffbelastung führt zu schlechtem Gesamturteil
Nicht alle Hersteller konnten im Labor überzeugen. Als Verlierer ging das Produkt Ahead No Added Sugar Spread Crazy Hazelnut aus dem Test hervor, das mit der Note 4,0 durchfiel. In der Creme wurden Mineralölkohlenwasserstoffe des Typs MOAH festgestellt, die als möglicherweise krebserregend gelten. Zudem enthielt dieser Aufstrich einen Anteil von 42 Prozent des Zuckeraustauschstoffs Maltit.
Palmöl und Zertifizierungen bei den Rohstoffen
Auch bei den verarbeiteten Fetten und den Rohstoff-Zertifikaten ergaben sich differenzierte Ergebnisse. In 9 von 18 Cremes wird Palmöl eingesetzt. Dieses entsprach bei den betroffenen Produkten meist dem Mindeststandard des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO).
Ein Aufstrich fiel im Labor durch: Mineralölkohlenwasserstoffe vom Typ MOAH gelten als möglicherweise krebserregend. Wer für die Familie einkauft, sollte wissen, welche Creme betroffen ist und woran man saubere Alternativen erkennt. Unser kostenloser Guide zeigt die Befunde und einen Palmöl-Schnellcheck fürs Regal. Schadstoff-Check jetzt sichern
Bei den Zertifizierungen für den enthaltenen Kakao zeigten sich qualitative Unterschiede zwischen den vergebenen Siegeln: Nach Einschätzung der Warentester gelten die Standards von Fairtrade sowie Hand in Hand als strenger im Vergleich zu den Vorgaben der Rainforest Alliance.
