npm-Malware: Fake Codex-Tool stahl 27.000 Nutzer pro Woche
29.05.2026 - 09:44:55 | boerse-global.deDas Paket „codexui-android“ gab sich als funktionales Werkzeug für OpenAI Codex aus – und stahl im Hintergrund Anmeldedaten.
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27.000 Downloads pro Woche
Die Schadsoftware war laut Sicherheitsanalysen von Aikido Security rund einen Monat aktiv. Pro Woche verzeichnete sie rund 27.000 Downloads. Die Attacke gilt als Supply-Chain-Angriff: Das bösartige Paket integrierte sich in die Software-Lieferkette und extrahierte gezielt OpenAI-Authentifizierungs-Token.
Besonders heikel: Die Malware stahl nicht nur Access- und ID-Token, sondern vor allem Refresh-Token. Diese laufen bei OpenAI nach aktuellem Stand nicht ab. Angreifer können sich damit dauerhaften Zugriff verschaffen – selbst wenn das Passwort geändert wird. Nur die gezielte Ungültigkeitserklärung der Sitzungs-Token hilft.
Tarnung durch echte Funktionen
Um nicht aufzufallen, war „codexui-android“ für Anwender voll funktionsfähig. Die Taktik sollte Nutzer in Sicherheit wiegen, während die Schadsoftware im Hintergrund agierte.
Hinter dem Paket steckt ein Akteur mit dem Pseudonym „BrutalStrike“. Laut Berichten von Cybernews hat er bereits mehrere Apps im Google Play Store veröffentlicht. Windows Defender erkennt die enthaltene Schadsoftware als „Trojan:JS/CodeRat.DA!MTB“. Trotz der Entdeckung Ende Mai waren das npm-Paket und die zugehörigen Anwendungen zu diesem Zeitpunkt noch erreichbar.
Codex im Höhenflug
Der Fund fällt in eine Phase massiven Wachstums für OpenAI Codex. Das Tool verzeichnet wöchentlich über vier Millionen Nutzer. Erst kürzlich kündigte OpenAI an, Codex über Partnerschaften mit Hardware-Anbietern wie Dell auch lokal und hybrid in Rechenzentren zu betreiben – für regulierte Branchen wie Finanz- und Gesundheitswesen.
Parallel plant das Unternehmen weitere Sicherheitsmaßnahmen. Tools wie „Codex Security“ und „Trusted Access for Cyber“ sollen unter anderem den Schutz von Wahlsystemen unterstützen.
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Was Entwickler jetzt tun sollten
Experten raten dringend, genutzte npm-Pakete auf die betroffene Kennung zu prüfen. Wer „codexui-android“ eingesetzt hat, sollte bestehende OpenAI-Sitzungstoken sofort zurücksetzen. Zudem empfiehlt sich die verstärkte Überwachung von KI-Integrationen in der Software-Lieferkette durch automatisierte Sicherheitsscans.
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