Nothing Phone 1: Support endet – Millionen Geräte ohne Sicherheitsschutz
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 16:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Millionen Geräte verlieren den Support – und werden zum leichten Ziel für Hacker.
Wenn der Schutz endet
Das Nothing Phone 1 hat seinen letzten Sicherheitspatch erhalten. Mit der Juli-Aktualisierung 2026 endet der Support für das 2022 erschienene Modell – drei Jahre Android-Updates, vier Jahre Sicherheitspatches. Danach ist Schluss. Keine neuen Versionen, keine offiziellen Schutzmechanismen mehr.
Für Nutzer bedeutet das: Wer sein Gerät weiterverwendet, fährt ohne Sicherheitsgurt. Zwar gibt es Alternativen wie LineageOS oder GrapheneOS, doch Sicherheitsexperten raten spätestens jetzt zum Neukauf.
Die Lage ist brisant. Laut Kaspersky nutzen 58 Prozent der Menschen ihr Smartphone als primären Internetzugang – bei Jüngeren sind es sogar 67 Prozent. Genau diese Entwicklung macht Mobilgeräte zum bevorzugten Angriffsziel.
Malware-Welle rollt
Allein im ersten Quartal 2026 blockierten Sicherheitsforscher rund 2,67 Millionen mobile Malware-Angriffe. Die Täter haben es vor allem auf persönliche und geschäftliche Daten abgesehen. Fast 40 Prozent der Nutzer speichern Arbeitsmails auf dem Privathandy, 41 Prozent bewahren digitale Ausweise darauf.
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Ein aktuelles Beispiel: der Trojaner OctagonPanel. Er tarnt sich als offizielle Notfall-App, stiehlt Zugangsdaten und überwacht das Gerät. Eine perfide Masche, die zeigt, wie kreativ Angreifer geworden sind.
Hardware-Lücken lassen sich nicht schließen
Samsung und Xiaomi haben im Juli 2026 umfangreiche Updates ausgerollt. Samsung schloss rund 60 Sicherheitslücken – darunter fünf kritische – auf 21 Modellen von der S26-Serie bis zu günstigeren A-Geräten. Xiaomi patchte 58 Geräte in seinem HyperOS-Ökosystem.
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Doch Software allein reicht nicht. Forscher entdeckten die Schwachstelle "usbliter8" in älteren Apple-Geräten wie dem iPhone 11 und bestimmten Apple-Watch-Modellen. Das Problem sitzt im SecureROM und den USB-Controllern – und lässt sich per Update nicht beheben. Wer physischen Zugriff auf das Gerät hat, könnte Schadcode ausführen.
Wenn der Notruf nicht ankommt
Die Risiken betreffen auch die Infrastruktur. In Australien haben Telekommunikationsanbieter Hunderttausende Geräte identifiziert, die wegen veralteter Software keine Notrufe absetzen können.
Apple reagierte mit iOS 26.2.1 und älteren Versionen für betroffene iPhones. Hintergrund: Im vergangenen Jahr waren Notrufe fehlgeschlagen. Parallel testen die australischen Behörden am 27. Juli das neue Warnsystem "AusAlert". Es soll ab Oktober vor Naturkatastrophen warnen – benötigt aber mindestens iOS 26.4 oder Android 12.
Die Botschaft ist klar: Wer sein Smartphone nicht aktuell hält, riskiert nicht nur Datenverlust, sondern im Ernstfall auch die eigene Sicherheit.
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