Notfallrettung: Goslar investiert 94.000 Euro in Ersthelfer-App
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 23:51 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Landkreis Goslar investiert in die Modernisierung seiner Rettungskette und stellt rund 94.000 Euro für ein kreisweites Alarmierungssystem für Ersthelfer bereit. Durch den Einsatz der App „Mobile Retter“ soll die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte bei medizinischen Notfällen effektiver genutzt werden.
Das Projekt zielt darauf ab, qualifizierte Freiwillige, die sich in räumlicher Nähe zu einem Einsatzort befinden, digital zu mobilisieren und so die Überlebenschancen bei lebensbedrohlichen Situationen zu erhöhen.
Der politische Grundstein für dieses Vorhaben wurde bereits im Jahr 2024 gelegt. Damals befasste sich der Kreistag von Goslar auf Antrag der CDU-Fraktion mit der Thematik und fasste einen einstimmigen Beschluss zur Einführung des Systems.
Die nun bereitgestellten Mittel in Höhe von rund 94.000 Euro markieren den Übergang von der politischen Planung zur praktischen Umsetzung des Vorhabens. Dass der Beschluss seinerzeit ohne Gegenstimmen erfolgte, verdeutlicht den breiten Konsens über die Notwendigkeit einer technologischen Unterstützung der Notfallrettung im Kreisgebiet.
Das System „Mobile Retter“ setzt auf eine GPS-basierte Alarmierung von Freiwilligen. Die App ist primär für Fälle von Herz-Kreislauf-Stillständen und notwendigen Reanimationen vorgesehen.
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Geht in der Rettungsleitstelle ein entsprechender Notruf ein, prüft das System automatisch, ob sich registrierte Ersthelfer in der direkten Umgebung des Notfallortes aufhalten. Ist dies der Fall, erfolgt eine Benachrichtigung auf das Smartphone der betreffenden Personen – und zwar parallel zur Alarmierung des regulären Rettungsdienstes.
Auf diese Weise können Personen mit medizinischer Fachkompetenz oft deutlich vor dem Eintreffen des Rettungswagens mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen.
Da bei einer Reanimation jede Sekunde über den Erfolg der Wiederbelebung entscheiden kann, fungiert das System als wichtiges Bindeglied innerhalb der Rettungskette. Die Teilnahme an dem System ist für die Ersthelfer freiwillig und setzt eine entsprechende Qualifikation sowie eine vorherige Registrierung voraus.
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Nach der Bereitstellung der finanziellen Mittel folgt nun die operative Detailplanung. Als nächster wesentlicher Schritt ist die Erstellung eines Projektplans in Zusammenarbeit mit dem Anbieter des Systems vorgesehen.
In diesem Rahmen müssen technische Voraussetzungen geklärt und die Anbindung an die bestehenden Alarmierungsstrukturen sichergestellt werden. Sobald die organisatorischen Rahmenbedingungen feststehen, kann mit der weiteren Umsetzung des Systems im gesamten Landkreis begonnen werden.
