NotebookLM: Google rüstet KI-Tool mit autonomer Recherche auf
10.06.2026 - 03:45:30 | boerse-global.de
Der KI-Assistent NotebookLM bekommt ein fundamentales Update: Künftig erstellt er selbstständig Präsentationen, Tabellen und Berichte in gängigen Office-Formaten.
Google hat sein KI-Tool NotebookLM am 8. Juni auf das neue Modell Gemini 3.5 umgestellt. Die Plattform wandelt sich damit vom reinen Dokumenten-Analyse-Tool hin zu einem autonomen Forschungssystem. Das gab der Konzern am Montag bekannt.
Elf Exportformate für den professionellen Einsatz
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Die wichtigste Neuerung: Nutzer können KI-generierte Inhalte jetzt direkt in gängige Büroformate exportieren. Insgesamt unterstützt NotebookLM elf verschiedene Dateitypen:
- Dokumente: PDF und DOCX
- Tabellen: XLSX und CSV
- Präsentationen und Grafiken: PPTX, PNG, SVG, JPG und GIF
- Technische Formate: JSON, TXT und Markdown
Der Clou: Nach der Generierung lassen sich einzelne Elemente gezielt nachbearbeiten, bevor das fertige Dokument im Business-Format exportiert wird. Das spart zeitaufwendige manuelle Formatierungsarbeit.
Von der vagen Idee zur fundierten Recherche
Bisher mussten Nutzer eigene Dokumente hochladen, um NotebookLM zu füttern. Das hat sich grundlegend geändert. Das System startet jetzt mit einer vagen Idee oder einem lockeren Prompt und recherchiert selbstständig.
Eine native Google-Suche schlägt passende Quellen vor und baut während des Gesprächs nach und nach eine Wissensdatenbank auf. Der Assistent fungiert damit als autonomer Forscher, der Quellen von Grund auf organisiert – statt nur vorgegebene Dokumente zu analysieren.
„Antigravity"-Technologie und Code-Ausführung
Mit dem Update führt Google die „Antigravity"-Technologie ein. Jedes Notebook erhält einen eigenen, sicheren Cloud-Computer. Das ermöglicht die direkte Ausführung von Code und komplexe Datenanalysen innerhalb der Plattform.
Mehr als 100 kuratierte Software-Fähigkeiten stehen dem System zur Verfügung. Es erstellt Diagramme aus Rohdaten oder strukturierte Berichte in einem Rutsch. Zur Transparenz zeigt NotebookLM nun erweiterte „Denkschritte" an – Nutzer sehen den logischen Pfad, den die KI zur Antwort genommen hat.
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Leistungssprung und Verfügbarkeit
Googles interne Tests zeigen deutliche Verbesserungen: Das neue Modell erreicht eine Gewinnrate von über 65 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Bei der Analyse großer Dokumente liegt die Erfolgsquote bei 69,9 Prozent, bei Web-Recherchen sogar bei 78,2 Prozent.
Die neuen Funktionen werden weltweit ausgerollt. Zugriff haben zunächst nur Google-AI-Ultra-Abonnenten – Berichten zufolge für rund 100 US-Dollar (etwa 93 Euro) monatlich – sowie Workspace-Geschäftskunden. Die Beschränkung auf zahlende Nutzer unterstreicht den professionellen Anspruch des Updates, insbesondere bei Office-kompatiblen Exporten und sicherer Code-Ausführung.
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