Notability, Android

Notability auf Android: Apple-Exklusivität endet am 4. August

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 15:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Notability startet auf Android, Gemini erhält neue Funktionen und Wispr Flow erweitert den Meeting-Markt um KI-Protokolle.

KI-Notiz-Apps und Automatisierung: Neue Tools für effizienteres Arbeiten
Ein Tablet mit digitalen handschriftlichen Notizen neben einem Laptop mit einem dynamischen Datenvisualisierungs-Dashboard. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Notiz-Apps, KI-Assistenten und Automatisierungs-Tools erleben einen Innovationsschub. Für deutsche Unternehmen und Privatnutzer eröffnen sich neue Möglichkeiten, den Arbeitsalltag effizienter zu gestalten.

Die Grenzen zwischen Notizen, Terminplanung und Arbeitsautomatisierung verschwimmen zunehmend. Gleich mehrere Technologieunternehmen haben diese Woche neue Produkte vorgestellt, die den digitalen Alltag grundlegend verändern könnten. Im Zentrum stehen dabei KI-gestützte Funktionen, die bislang getrennte Arbeitsbereiche miteinander verbinden.

Notability erobert Android

Die beliebte Notiz-App Notability ist seit dem 4. August offiziell im Google Play Store verfügbar. Bislang war die Anwendung exklusiv für Apple-Geräte erhältlich. Die Android-Version bringt das komplette Funktionspaket mit: handschriftliche Notizen, PDF-Annotationen und einen Split-View-Modus für effizientes Multitasking.

Besonders interessant sind die integrierten KI-Funktionen. Automatisierte Audio-Transkription und Zusammenfassungen von Besprechungen gehören ebenso zum Umfang wie unbegrenzte Notizerstellung und Handschrifterkennung. Zum Start lockt das Unternehmen mit einem Abo-Rabatt von 25 Prozent für das erste Jahr. Automatische Backups und Synchronisation sind ebenfalls enthalten.

Gemini baut dynamische Kalender per Sprachbefehl

Google treibt derweil die Fähigkeiten seines KI-Assistenten Gemini voran. Eine neue Funktion erstellt auf Zuruf einen dynamischen „Life Calendar" als eigenständige HTML-Datei. Das Tool enthält wöchentliche Tracking-Boxen, ein Dashboard mit Jahresstatistiken und einen eigenen Ziele-Tab mit Benachrichtigungsfunktion. Bemerkenswert: Die Daten bleiben lokal gespeichert und werden nicht mit Cloud-Diensten wie Google Kalender synchronisiert.

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Mit Gemini Spark hat Google zudem einen rund um die Uhr verfügbaren KI-Agenten vorgestellt, der Aufgaben in Workspace und Chrome automatisiert. Reiseplanung, Wochenendkoordination und Spesenverwaltung erledigt der Agent eigenständig – bei sensiblen Aktionen oder Zahlungen holt er jedoch vorher die Erlaubnis der Nutzer ein. Verfügbar ist der Dienst zunächst auf den Philippinen und in den USA.

In einer strategischen Kehrtwende hat Google außerdem die eigenständige AI Studio Mobile App eingestellt – trotz 800.000 Vorregistrierungen. Die geplanten Funktionen sollen direkt in Gemini integriert werden, das rund 950 Millionen monatliche Nutzer verzeichnet.

Wispr Flow mischt Meeting-Markt auf

Mit Wispr Flow Notetaker für Mac betritt ein weiterer Anbieter den Markt für KI-gestützte Besprechungsprotokolle. Das Tool transkribiert Systemaudio und erstellt Zusammenfassungen sowie Aktionspunkte – ganz ohne Bot, der sich in die Teilnehmerliste einklinken muss.

Unterstützt werden Zoom, Microsoft Teams und Google Meet. Aufnahmen sind bis zu sechs Stunden möglich. Das Unternehmen hat bislang über 81 Millionen Dollar eingesammelt und wurde in der letzten Finanzierungsrunde mit 700 Millionen Dollar bewertet. CEO Tanay Kothari appelliert an die Nutzer, den Einsatz der Transkription in Besprechungen transparent zu kommunizieren. Im Privatsphäre-Modus werden die Daten nicht für das Training von KI-Modellen verwendet.

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Automatisierung für Unternehmen

Auch für Unternehmen tut sich einiges: Corvic AI hat mit V5 eine Plattform veröffentlicht, die KI-Eingaben in wiederholbare, automatisierte Workflows verwandelt. Diese arbeiten direkt mit Live-Daten.

DataBahn präsentierte auf der Sicherheitskonferenz Black Hat USA ein Tool für föderierte Suche und Orchestrierung. Es nutzt einen Live-Wissensgraphen, um das Datenvolumen bei Unternehmensuntersuchungen zu reduzieren.

Im Hardware-Bereich erhielt Dnotitia auf der FMS 2026 einen AI Application Award für seine Seahorse-AI-Speicherplattform. Das Unternehmen aus Seoul stellt mit dem VDPU-Chip auf lokale Retrieval-Augmented-Generation-Anwendungen (RAG) ab – ein wachsender Markt für Unternehmen, die KI-Infrastruktur lieber im eigenen Rechenzentrum betreiben möchten.

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