Northstar, Pariser

Northstar: Pariser Startup stellt 40-kg-Roboter gegen Fachkräftemangel vor

Veröffentlicht am: 08.07.2026 um 11:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Pariser Startup UMA präsentiert den humanoiden Roboter Northstar mit Echtzeit-Lerntechnik und setzt auf ein Mietmodell für die Industrie.

UMA Northstar: Humanoid Roboter gegen Fachkräftemangel in Europa
Ein humanoider Roboter namens Northstar mit neutralem Visier und weicher Hülle in einer modernen Fertigungsanlage. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Auf dem Machina Summit in Paris präsentierte Mitgründer Rémi Cadène am Dienstag den Prototypen – einen humanoiden Roboter, der gezielt gegen den Fachkräftemangel in der Industrie entwickelt wurde.

Technik mit Sicherheitsfokus

Der Northstar wiegt rund 40 Kilogramm und fällt durch sein neutrales Visier und die weiche Hülle auf. Die sichtbaren Gelenke sind bewusst so gestaltet. Besonders spannend: Der Roboter nutzt eine Echtzeit-Lerntechnik (Real-Time Learning). Er kann Aufgaben direkt von menschlichen Vorführungen übernehmen, ohne aufwändig programmiert werden zu müssen.

Für den Einsatz in der Nähe von Menschen setzt UMA auf redundante Computersysteme und ein sogenanntes Weltmodell. Das soll Kollisionen und Fehlfunktionen verhindern. Noch in diesem Jahr will das Startup eine rollende Version des Roboters vorstellen – eine Art Proof of Concept für den Einsatz in Lagern und Fabriken.

Europa als Schlüsselmarkt

UMA verfolgt eine klare Europa-Strategie. Die alternde Bevölkerung und der zunehmende Arbeitskräftemangel machen den Kontinent zum idealen Markt. Branchenstudien zufolge fehlen weltweit bis 2030 rund 85 Millionen Arbeitskräfte. Die Nachfrage nach geschickten Roboterhänden soll von 960 Millionen Euro im Jahr 2025 auf über 11 Milliarden Euro im Jahr 2035 explodieren.

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Das Geschäftsmodell: Robot-as-a-Service (RaaS). Kunden mieten die Maschinen, statt sie zu kaufen. Zunächst sollen Lagerhäuser und Fabriken beliefert werden, später auch Krankenhäuser und Privathaushalte. UMA spricht bereits mit 50 potenziellen Kunden.

Starkes Team, prominente Geldgeber

Hinter UMA steht ein erfahrenes Team: Cadène arbeitete zuvor an Teslas Optimus-Projekt, Mitgründer Pierre Sermanet kommt von Google DeepMind, Simon Alibert von Hugging Face. Der Robotik-Designer Robert Knight komplettiert die Riege. Rund 30 Mitarbeiter arbeiten in Paris, London und Genf.

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Das Startup sammelte umgerechnet rund 37 Millionen Euro in einer Seed-Finanzierungsrunde ein. Zu den Investoren zählen Greycroft, Relentless, Unity Growth Fund und Kima Ventures. Hochkarätige Berater wie KI-Pionier Yann LeCun, Databricks-CTO Thomas Wolf und Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg unterstützen das Unternehmen.

Noch 2026 sollen Pilotprojekte in der Logistik, Fertigung und Gesundheitsbranche starten. Ob Northstar das Zeug zum europäischen KI-Roboter-Star hat, wird sich dann zeigen.

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