Nierenschutz: Sojamilch senkt Erkrankungsrisiko um 23 Prozent
13.06.2026 - 20:02:40 | boerse-global.de
Ernährungswissenschaftler empfehlen eine gezielte Getränkeauswahl, um die Filterfunktion langfristig zu unterstützen. Zu den vorteilhaften Optionen zählen Wasser, Kaffee, grüner und schwarzer Tee sowie Smoothies, Sojamilch und Joghurtgetränke.
Pflanzliche Alternativen haben einen besonderen Effekt: Ungesüßte Sojamilch kann das Risiko für chronische Nierenerkrankungen um etwa 23 Prozent senken. Tee zeigt ähnliche Wirkung. Eine Studie aus dem Jahr 2023 deutet darauf hin, dass regelmäßiger Teekonsum das Risiko für akutes Nierenversagen reduziert. Schwarzer Tee senkt zudem den Blutdruck und schützt so indirekt die Nierengefäße.
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Kaffee: Ja, aber mit Maß
Bei Kaffee kommt es auf die Menge an. Für Gesunde sind moderate Mengen unbedenklich. Anders sieht es bei bestehendem Bluthochdruck aus.
Liegt der Blutdruck über 160/100 mmHg, können zwei oder mehr Tassen Kaffee täglich das Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen erhöhen. Das zeigen japanische Langzeitdaten. Für die allgemeine Bevölkerung empfehlen Kardiologen ein bis drei Tassen täglich – das entspricht bis zu 250 mg Koffein.
Der Zeitpunkt spielt ebenfalls eine Rolle. Der Cortisolspiegel steigt natürlicherweise 30 bis 45 Minuten nach dem Aufwachen an. Wer direkt nach dem Aufstehen Kaffee trinkt, erzielt oft nicht den gewünschten Wachheitseffekt. Zudem kann Kaffee auf nüchternen Magen die Magensäureproduktion anregen und bei empfindlichen Personen Unruhe oder Zittern verstärken.
Gefahren am Morgen
Die ersten Stunden nach dem Aufwachen sind kritisch für das Herz-Kreislauf-System. Kardiologen warnen vor bestimmten Gewohnheiten.
Problematisch ist vor allem Zucker in Kaffeegetränken – oft zwischen 30 und 50 Gramm pro Portion. Energydrinks können Herzrasen und Blutdruckspitzen auslösen. In Kombination mit verarbeitetem Fleisch (viel Natrium und Nitrate) oder Gebäck aus raffinierten Kohlenhydraten entsteht eine Stoffwechsellage, die Entzündungen fördert.
Fachleute warnen zudem vor der Dreifach-Kombination aus Stress, Frühstücksverzicht und Kaffeekonsum.
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Neue Therapie für Nierenpatienten in Kroatien
Mitte Juni führte Kroatien die Heimhämodialyse ein. Das Programm soll die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenen Nierenerkrankungen verbessern.
An mehreren Kliniken – unter anderem in Zagreb, Rijeka und Split – können geeignete Patienten die Behandlung jetzt zu Hause durchführen. Schätzungen zufolge kommen bis zu zehn Prozent der rund 2.400 Dialysepatienten des Landes dafür infrage.
