NFC-Angriffe: Betrug via Nahfeldkommunikation um 188% gestiegen
05.06.2026 - 11:17:43 | boerse-global.de
Die 25 und 26 Jahre alten Tatverdächtigen sollen über zwei Jahre hinweg 2.447.528 nepalesische Rupien (etwa 24 Lakhs) von fremden Konten auf E-Wallets transferiert haben. Die Ermittler betonen: Die physische Kontrolle über eine SIM-Karte reicht oft aus, um digitale Identitäten zu übernehmen und Finanzdienstleistungen zu kapern.
Deutsche Nutzer überschätzen ihre Sicherheit
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Das Problem betrifft nicht nur Nepal. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des eco-Verbands zeigt: 74 Prozent der Deutschen halten ihre Passwörter für sicher. Die Realität sieht anders aus.
Nur 32 Prozent nutzen Passkeys, lediglich 25 Prozent setzen auf Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Einzig die 18- bis 29-Jährigen sind besser unterwegs – hier verwenden bereits 41 Prozent passwortlose Anmeldeverfahren. Fehlt die Mehrfach-Authentifizierung, reicht der Zugriff auf eine SIM-Karte, um auch verknüpfte Finanzkonten zu übernehmen.
NFC-Relay-Angriffe: 188 Prozent mehr Fälle
Die Angreifer professionalisieren sich. In den ersten vier Monaten des Jahres stiegen NFC-Relay-Angriffe in Deutschland um 188 Prozent. Dabei fangen Kriminelle Signale der Nahfeldkommunikation ab, lösen unbefugte Zahlungen aus oder kopieren digitale Schlüssel. Betrug über Messenger-Dienste verursacht im Schnitt 1.180 Euro Schaden pro Fall.
Google reagierte Anfang Juni mit einem Sicherheitsupdate für Android. Es schließt 124 Schwachstellen, darunter die kritische Lücke CVE-2025-48595, die bereits aktiv ausgenutzt wurde.
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Neue „Fake call detection“ gegen Deepfakes
Parallel führt Google eine Funktion zur Erkennung gefälschter Anrufe ein. Ab Android 12 prüft die „Fake call detection“ über das RCS-Protokoll, ob ein Anruf wirklich von der angezeigten Nummer stammt. Das soll Caller-ID-Spoofing und KI-gestützte Deepfake-Anrufe unterbinden – eine Methode, bei der Betrüger die Identität bekannter Kontakte vortäuschen.
Sicherheitsexperten raten zu Passwort-Managern, Zwei-Faktor-Authentifizierung und klaren Verifizierungsregeln: Bei verdächtigen Anrufen auflegen und die Person über die bekannte Nummer zurückrufen. Oder ein vorab vereinbartes Codewort nutzen.
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