NFC-Angriffe, Android

NFC-Angriffe auf Android: +188% im ersten Halbjahr 2026

Veröffentlicht: 05.07.2026 um 07:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Sicherheitslücken in BMS-Apps ermöglichten Fernzugriff auf E-Rikschas. Indien ordnet Löschung an, während mobile Angriffe massiv zunehmen.

Indien löscht sieben BMS-Apps: Sicherheitslücken in E-Rikscha-Steuerung
Ein Android-Smartphone-Bildschirm mit einer abstrakten Darstellung einer digitalen Sicherheitsbedrohung und einem unscharfen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In Ujjain kam es bereits zu Erpressungsversuchen.

Das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnik (MeitY) ordnete am 3. Juli die Löschung von sieben BMS-Apps aus den Stores von Google und Apple an. Betroffen sind BAT-BMS, Lossigy, Epoch-i-ion und Smart BMS – allesamt von chinesischen Unternehmen.

Die Behörden drohen bei Nichtbefolgung mit Geldstrafen von bis zu 5.500 Euro oder Haftstrafen. Seit dem 4. Juli weiten sie die Prüfung zudem auf nicht registrierte E-Rikscha-Dienste aus.

NFC-Angriffe auf Android legen um 188 Prozent zu

Mobile Schnittstellen geraten zunehmend ins Visier von Kriminellen. Laut Kaspersky stiegen NFC-Angriffe auf Android-Geräte in den ersten vier Monaten 2026 um 188 Prozent. Weltweit blockierten die Experten rund 35.600 Angriffsversuche.

Schadprogramme wie SuperCard X, PhantomCard und NGate zielen speziell auf die Nahfeldkommunikation ab. Auch in Deutschland zeigt sich ein düsteres Bild: Norton blockierte zwischen Januar und April über 25,5 Millionen Betrugsversuche. Der Anteil von Scams an den mobilen Bedrohungen lag bei 78 Prozent.

Anzeige

Angesichts der massiv steigenden Angriffe auf mobile Schnittstellen wird ein grundlegender Schutz für das Smartphone immer wichtiger. Wie Sie Ihr Gerät in wenigen Minuten gegen Hacker absichern, erfahren Sie in diesem kostenlosen PDF-Ratgeber. 5 einfache Schutzmaßnahmen jetzt kostenlos entdecken

Die Täter setzen auf künstlichen Handlungsdruck über Messenger, SMS oder manipulierte Kalendereinladungen. Besonders rasant wächst das Device-Code-Phishing: Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Angriffe um 1.380 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Getarnte Malware und gefälschte Browser-Erweiterungen

Die Bedrohungslage wird zunehmend raffinierter. Sicherheitsforscher entdeckten „PamStealer“ – eine Malware, die sich als Clipboard-Manager für Mac tarnt. Auch gefälschte Browser-Erweiterungen für KI-Dienste wie Perplexity sind im Umlauf.

Die Angreifer passen ihre Methoden ständig an. Malware tarnt sich als legitime Werkzeuge, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen.

Apple plant „Trust Insights“ gegen Social Engineering

Apple reagiert auf die Entwicklung mit einem neuen Sicherheits-Framework. „Trust Insights“ soll mit iOS 27 erscheinen und Verhaltensmuster direkt auf dem Gerät analysieren.

Das System erkennt Anomalien bei sensiblen Vorgängen wie Banktransaktionen, Kontoänderungen oder Krypto-Transfers in Echtzeit. Die Auswertung findet ausschließlich lokal statt – Datenschutz inklusive.

Anzeige

Ein veraltetes Smartphone-System ist oft das größte Einfallstor für Cyberkriminelle, die es auf sensible Bankdaten abgesehen haben. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie durch die richtigen Android-Updates Datenverlust und Malware dauerhaft verhindern. Kostenlosen Android-Update-Guide hier herunterladen

Nutzer sollen gewarnt werden, wenn typische Betrugsmuster auftauchen, etwa bei verdächtigen Support-Anrufen. Eine Deaktivierung bestimmter Schutzfunktionen ist nur mit zeitlicher Verzögerung möglich. Das soll Angreifern die schnelle Übernahme von Geräten erschweren.

Auch Samsung testet neue Sicherheitsmodi für seine Benutzeroberfläche. Forscher des CISPA-Instituts identifizierten zudem mehrere Schwachstellen in AirDrop und Quick Share. Apple hat eine dieser Lücken bereits mit einem Update geschlossen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69693271 |