.NET-Update KB5120708: Druckfehler in Windows 11 und älteren Versionen
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat am 22. August 2026 bestätigt, dass das aktuelle kumulative Update KB5120708 für das .NET Framework zu Fehlfunktionen in älteren Anwendungen auf Windows-11-Systemen führt. Die Störungen betreffen zentrale Funktionen wie den Druck und den PDF-Export, die in bestimmten Softwareumgebungen nicht mehr wie gewohnt ausgeführt werden können.
Ursachen und betroffene Systeme
Nach Angaben des Unternehmens führen die im August 2026 veröffentlichten kumulativen Updates für das .NET Framework – namentlich die Versionen KB5120705 und KB5120710 – zu Instabilitäten in Anwendungen, die auf der Windows Presentation Foundation (WPF) basieren. Die Probleme äußern sich primär beim Versuch, Dokumente zu drucken oder als PDF- beziehungsweise XPS-Dateien zu exportieren.
Betroffene Nutzer berichten in diesem Zusammenhang von einer Fehlermeldung des Typs „System.IO.FileFormatException“. Diese tritt laut Microsoft insbesondere bei der Verwendung weit verbreiteter Schriftarten wie Calibri auf.
Der Fehler ist dabei nicht auf die aktuelle Betriebssystem-Version beschränkt: Neben Windows 11 sind auch Windows 10 sowie verschiedene Versionen von Windows Server betroffen. Die Liste der beeinträchtigten Server-Systeme reicht von Windows Server 2012 bis hin zur Version 2025.
Wer sich mit Software-Instabilitäten unter Windows 11 konfrontiert sieht, kann typische Fehler oft ohne externe Hilfe beheben. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Update-Fehler und Druckerprobleme in wenigen Minuten selbst lösen. Windows 11 Probleme selbst lösen – zum Gratis-Report
Sicherheitsrisiken durch manuellen Workaround
In einer Stellungnahme am 23. August 2026 bestätigte Microsoft die Problematik erneut und wies auf die technische Ursache hin, die im Umgang mit bestimmten Schriftartformaten während des Exportvorgangs liegt. Um den Betrieb in Unternehmen aufrechtzuerhalten, schlug das Unternehmen einen vorläufigen Lösungsweg vor.
Administratoren können demnach einen sogenannten AppContext-Schalter mit der Bezeichnung „Switch.MS.Internal.TtfDelta.DisableCmapAndSbitOverflowProtection“ aktivieren.
Microsoft warnt jedoch ausdrücklich vor diesem Schritt: Die Aktivierung dieses Schalters führt dazu, dass integrierte Sicherheitsschutzfunktionen deaktiviert werden. Damit stünde die Systemintegrität potenziell in Konflikt mit der Wiederherstellung der Druckfunktionalität. IT-Verantwortliche müssen daher abwägen, ob die operative Notwendigkeit der Druckfunktion das erhöhte Sicherheitsrisiko rechtfertigt.
Ausblick auf eine dauerhafte Lösung
Microsoft betonte, dass der aktuelle Workaround lediglich als Überbrückung zu verstehen sei. Das Unternehmen arbeite bereits an einer permanenten Fehlerbehebung, um die Kompatibilität zwischen den .NET-Framework-Updates und den WPF-Anwendungen wiederherzustellen, ohne die Sicherheitseinstellungen des Systems zu schwächen.
Ein stabiles System ist die Grundvoraussetzung für sicheres Arbeiten am PC, besonders wenn technische Störungen den Alltag erschweren. Erfahren Sie in dieser kostenlosen Anleitung, wie Sie gängige Windows-11-Probleme eigenständig und ohne IT-Techniker in den Griff bekommen. Kostenlose Erste Hilfe für Windows 11 anfordern
Ein konkreter Termin für die Veröffentlichung dieses Korrektur-Updates wurde bislang nicht genannt. Bis zur Bereitstellung einer finalen Lösung bleibt betroffenen Organisationen nur die Wahl zwischen dem Verzicht auf bestimmte Druck- und Exportfunktionen oder der Anwendung des sicherheitskritischen Workarounds. Experten raten dazu, die Systeme engmaschig zu überwachen, sollten die Schutzfunktionen temporär deaktiviert werden.
