Natural Soda: Start-up positioniert zuckerfreie Alternative zu Limonade
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 15:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Markt für alkoholfreie Erfrischungsgetränke befindet sich im Wandel. Während klassische Limonaden und stark gezuckerte Softdrinks zunehmend kritisch betrachtet werden, gewinnen Konzepte an Bedeutung, die sich als funktionale oder naturbelassene Zwischenstufe positionieren.
Im Mittelpunkt dieses Wandels stehen Start-ups, die auf reduzierte Rezepturen setzen und dabei auf die Reichweite prominenter Unterstützer vertrauen, um sich im hart umkämpften Lebensmitteleinzelhandel zu behaupten.
Natürliche Rezepturen zwischen Mineralwasser und Softdrink
Ein prägnantes Beispiel für diese Entwicklung ist das Hamburger Start-up Joony's, das von Josa Rödiger und Bijan Mashagh gegründet wurde. Das Unternehmen ordnet sein Getränk in das Segment der sogenannten „Natural Soda“ ein – einer Kategorie, die eine Brücke zwischen gewöhnlichem Wasser und herkömmlicher Limonade schlagen soll.
Die Rezeptur basiert auf Sprudelwasser kombiniert mit echtem Fruchtsaft und setzt auf hundert Prozent natürliche Zutaten. Dabei verzichten die Gründer vollständig auf Zuckerzusätze, Süßstoffe sowie künstliche Aromen.
Dieser Ansatz bedient ein wachsendes Bedürfnis von Verbrauchern, die den Geschmack von Fruchtsäften und Limonaden suchen, dabei jedoch den hohen Kalorien- und Zuckergehalt traditioneller Marken meiden möchten. Seit Juli ist das Produkt in Supermärkten, in Bahnhofs- und Flughafenshops sowie in der Gastronomie gelistet.
Prominente Gesichter als strategische Kapitalgeber
Um in einem von globalen Großkonzernen dominierten Segment wahrgenommen zu werden, setzen junge Getränkehersteller vermehrt auf Partnerschaften mit bekannten Persönlichkeiten aus Sport, Mode und Unterhaltung.
Der Platz für Erfrischungsgetränke ist begrenzt, und etablierte Marken reagieren mit eigenen zuckerreduzierten Varianten. Wer als junges Getränke-Start-up trotzdem ins Regal und an die Frequenzstandorte will, braucht eine belastbare Distributions- und Listungsstrategie statt reiner Promo-Reichweite. Jetzt kostenlosen Strategie-Report für Getränke-Start-ups anfordern
Bei Joony's spiegelt sich diese Strategie in einer namhaften Investorenriege wider: Neben dem 31-jährigen Model Caro Daur und dem 34-jährigen Influencer Andy Zingler unterstützen auch die 34-jährige Podcasterin Melisa Dobric sowie der 33-jährige Florian Dobric-Gerl das Unternehmen.
Ebenfalls als Geldgeber beteiligt ist Fußballprofi Jonathan Tah (30) vom FC Bayern München. Zu den Beweggründen für sein finanzielles Engagement erklärte Tah, er investiere ausschließlich in Produkte, hinter denen er zu 100 Prozent stehe.
Die Verbindung von privatem Beteiligungskapital und medialer Strahlkraft verschafft jungen Konsumgütermarken erhebliche Vorteile beim Markenaufbau. Prominente Investoren agieren nicht nur als reine Geldgeber, sondern zugleich als reichweitenstarke Multiplikatoren, die das Produkt über digitale Kanäle direkt an junge Zielgruppen vermitteln können.
Positionierung im wettbewerbsintensiven Handelsumfeld
Für junge Marken entscheidet sich der langfristige Erfolg vor allem an der Distribution. Die gleichzeitige Präsenz im klassischen Lebensmitteleinzelhandel, an hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen sowie im Gastronomiebereich zielt darauf ab, sowohl Impulskäufe von Reisenden als auch regelmäßige Einkäufe privater Haushalte abzudecken.
Prominente Geldgeber verschaffen jungen Konsumgütermarken Aufmerksamkeit — aber sie ersetzen keine Wiederkäufe. Wer verhindern will, dass die Anfangswahrnehmung verpufft, muss die anfängliche Reichweite in dauerhafte Nachfrage im Handel übersetzen. Der Report zeigt, wie Sie Multiplikatoren, Listung und Abverkauf zu einem Kreislauf verbinden. Leitfaden für nachhaltige Wiederkäufe jetzt sichern
Gleichzeitig bleibt der Eintritt in die Regale eine Herausforderung: Der Platz für Erfrischungsgetränke ist begrenzt, und etablierte Marken reagieren zunehmend mit eigenen zuckerreduzierten Varianten. Der Erfolg von Konzepten wie jenen von Joony's hängt daher davon ab, ob es den Gründern gelingt, die anfängliche Aufmerksamkeit durch prominente Gesichter in dauerhafte Wiederkäufe zu übersetzen.
