NaShPoCo-Studie, Naturheilkundliche

NaShPoCo-Studie: Naturheilkundliche Selbsthilfe lindert Post-Covid-Belastung

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Erste Studienauswertungen zeigen geringere Beschwerden und bessere Lebensqualität bei Teilnehmenden des naturheilkundlichen Post-Covid-Programms.
Ein hölzernes Wasserbecken für hydrotherapeutische Anwendungen in einem hellen, ruhigen Behandlungsraum einer Klinik. Illustration mit AI erstellt.

Die anhaltenden Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus stellen das Gesundheitssystem weiterhin vor erhebliche Herausforderungen. Um Betroffenen neue Wege im Umgang mit langanhaltenden Beschwerden zu eröffnen, setzt die Klinik für Naturheilkunde in Essen auf ein multimodales naturheilkundliches Komplexprogramm.

Der Schwerpunkt des Ansatzes liegt darauf, Post-Covid-Symptome durch gezielte naturheilkundliche Selbsthilfestrategien im Alltag spürbar zu lindern. Über die Hintergründe und Inhalte des Konzepts berichtete die Initiative Gesunde Vielfalt.

Multimodales Konzept zur Stärkung der Selbsthilfe

Im Zentrum des Programms steht die Befähigung der Patientinnen und Patienten, die eigene Genesung aktiv zu unterstützen und Symptomspitzen durch alltagstaugliche Maßnahmen abzufedern. Das strukturierte Angebot erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Wochen. In dieser Zeit erlernen die Teilnehmenden verschiedene Methoden, die darauf abzielen, das vegetative Nervensystem zu stabilisieren und das persönliche Energiemanagement zu verbessern.

Gerade bei komplexen postinfektiösen Beschwerdebildern stoßen rein medikamentöse Ansätze häufig an Grenzen, weshalb integrative und ganzheitliche Konzepte zunehmend Beachtung finden. Die Essener Klinik kombiniert traditionelle Naturheilverfahren mit verhaltensmedizinischen Ansätzen, um Betroffenen konkrete Handlungskompetenzen für das tägliche Leben an die Hand zu geben.

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Bausteine von Hydrotherapie bis Mind-Body-Medizin

Das Komplexprogramm stützt sich auf ein breites Spektrum naturheilkundlicher und integrativer Verfahren. Zu den wesentlichen Bausteinen gehört die Hydrotherapie in Form von Kneipp-Güssen. Ergänzt wird die körperliche Behandlung durch eine strukturierte Beratung zu pflanzlichen Arzneimitteln.

Einen weiteren Pfeiler bildet die Ernährung: Die Teilnehmenden werden an eine ballaststoffreiche mediterrane Vollwertkost herangeführt. Hinzu kommen Elemente der Mind-Body-Medizin, darunter angeleitete Achtsamkeits- und Entspannungstechniken, die beim Abbau von Stress und innerer Anspannung helfen sollen.

Vervollständigt wird das modulare Spektrum durch Aromatherapie, Ohrakupunktur sowie Yoga-Einheiten. Ein besonders wichtiger Bestandteil für Post-Covid-Betroffene ist zudem das Pacing. Dieses Konzept vermittelt Strategien zur individuellen Einteilung der eigenen Kräfte, um Überlastungen und die damit verbundene drastische Verschlechterung der Symptome zu vermeiden.

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Zwischenergebnisse der begleitenden NaShPoCo-Studie

Um die Wirksamkeit der zehnwöchigen Intervention wissenschaftlich fundiert zu prüfen, wird das Programm im Rahmen der kontrolliert-randomisierten NaShPoCo-Studie untersucht. Erste Zwischenergebnisse dieser Begleitforschung liegen bereits vor, während die abschließende Veröffentlichung der vollständigen Studienergebnisse noch aussteht.

Die bisherigen Auswertungen zeichnen ein positives Bild: Die Teilnehmenden berichteten über signifikant weniger Belastung und eine verbesserte Lebensqualität. Darüber hinaus zeigten sich bei den Betroffenen signifikante Verringerungen von Ängstlichkeit, Depression und Fatigue.

Die beobachteten Effekte deuten darauf hin, dass strukturierte naturheilkundliche Selbsthilfeprogramme einen relevanten Beitrag zur Linderung postinfektiöser Beschwerden leisten können.

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