Nackenschmerzen: Chuna senkt gesellschaftliche Kosten um 3,66 Millionen Won
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 05:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deChronische Nackenschmerzen stellen weltweit eine erhebliche gesundheitliche und wirtschaftliche Belastung dar. Nach Erhebungen des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der University of Washington gab es im Jahr 2020 weltweit über 203 Millionen Patienten mit entsprechenden Beschwerden.
Bis zum Jahr 2050 wird ein weiterer Anstieg um 32,5 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund untersucht eine gesundheitsökonomische Modellierung die Wirtschaftlichkeit alternativer Ansätze gegenüber der Standardversorgung.
Eine Analyse des Spine and Joint Research Institute am Jaseng Hospital of Korean Medicine unter Leitung von Ha In-hyuk vergleicht dazu die dreijährige Kosteneffektivität der manuellen Chuna-Therapie mit der konventionellen Behandlung durch Medikamente und Physiotherapie.
Die Untersuchung, die im Fachjournal Integrative Medicine Research (Impact Factor 4,9) publiziert wurde, basiert auf einer multizentrischen randomisierten kontrollierten Studie in Verbindung mit einem Markov-Modell.
Bei der Bestimmung der qualitätskorrigierten Lebensjahre (QALY) bei einem Maximalwert von 3 erreichte die Chuna-Gruppe einen Wert von 2,40, während die konventionell versorgte Gruppe bei 2,37 lag, was einer Differenz von 0,03 entspricht.
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Auf Ebene der direkten Behandlungsausgaben pro Patient fielen über drei Jahre in der Chuna-Gruppe rund 1,06 Millionen Won (786 US-Dollar) an. In der konventionellen Vergleichsgruppe beliefen sich die Kosten auf etwa 590.000 Won, was einen Mehraufwand von 470.000 Won bedeutet.
Kosten-Effektivitäts-Verhältnis und Schwellenwerte
Aus diesen Werten errechnete das Forschungsteam ein inkrementelles Kosten-Effektivitäts-Verhältnis (ICER) von 16,33 Millionen Won (12.100 US-Dollar) pro zusätzlichem gesunden Lebensjahr. Damit liegt das Verfahren deutlich unter der in Südkorea geltenden Zahlungsbereitschaftsschwelle von 30,49 Millionen Won.
Wie Modellberechnungen zeigen, erwies sich die Methode als robust gegenüber Parametervariationen: In 57 von 62 analysierten Szenarien (91,9 Prozent) blieb das Ergebnis unterhalb der festgelegten Schwelle. Dies galt auch unter der Annahme von bis zu 40 therapeutischen Sitzungen pro Jahr anstelle der derzeit im System vorgesehenen 20 Termine.
Gesellschaftliche Gesamtkosten und Erstattungspraxis
Unter Einbeziehung der weiteren gesellschaftlichen Kosten kehrt sich das finanzielle Bild um. Über den dreijährigen Zeitraum beliefen sich die sozialen Gesamtkosten bei der Chuna-Therapie auf etwa 29,26 Millionen Won, verglichen mit rund 32,92 Millionen Won bei der konventionellen Behandlung. Dies entspricht einer Entlastung um 3,66 Millionen Won zugunsten des Chuna-Ansatzes.
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In einer probabilistischen Sensitivitätsanalyse mit 1.000 Simulationen zeigte sich die Therapie zu 77,2 Prozent aus der Perspektive des Gesundheitssystems und zu 98,5 Prozent aus gesellschaftlicher Perspektive als kosteneffektiv.
In Südkorea ist das Verfahren bereits seit 2019 in den Leistungskatalog der National Health Insurance integriert, die die Kosten für bis zu 20 Behandlungen pro Jahr übernimmt.
Laut Berichten vom 19. Oktober 2026 liefert die Modellierung methodische Anhaltspunkte für die langfristige Bewertung manueller Therapiemethoden im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsversorgung.
