N26, Zahlen

N26 schreibt schwarze Zahlen: 1,6 Mio. Euro Gewinn 2025

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 17:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

N26 ernennt Marieke Flament und Dr. Andreas H. Tuczka in den Aufsichtsrat. Die Bank verzeichnete 2025 erstmals einen Jahresüberschuss und treibt Expansion voran.

N26 beruft neue Aufsichtsräte nach erstem Jahresgewinn
N26 - Moderne digitale Bankkarte auf futuristischem Finanzdaten-Display mit Aufwärtstrends, vor verschwommener europäischer Stadtsilhouette. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die digitale Bank N26 hat auf ihrer Hauptversammlung am heutigen Samstag zwei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat berufen. Marieke Flament und Dr. Andreas H. Tuczka sollen das Gremium verstärken, während das Institut nach ersten profitablen Jahren seinen Kurs in einem zunehmend umkämpften Markt festigt.

Erster Jahresgewinn als Wendepunkt

Der Schritt folgt auf eine Phase deutlicher finanzieller Stabilisierung. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte N26 erstmals einen Jahresüberschuss – wenn auch mit 1,6 Millionen Euro noch vergleichsweise knapp. Die Einnahmen übertrafen die 500-Millionen-Euro-Marke und legten damit um 13 Prozent zu. Noch deutlicher fiel das Plus beim Bruttogewinn aus: 33 Prozent auf 350,5 Millionen Euro.

Der positive Trend setzt sich fort. Allein im ersten Quartal 2026 verbuchte die Berliner Bank einen Nettogewinn von 9,8 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Produktentwicklung und die Expansion in den Kernmärkten Europas.

Neue Produkte und regulatorische Weichen

N26 hat zuletzt mehrere Initiativen gestartet, um die Kundenbindung zu erhöhen. Dazu gehören eine limitierte „Confetti"-Kreditkarte sowie der Ausbau des N26-SIM-Mobildienstes nach Spanien. Dort führte die Bank zudem lokale IBANs ein – ein wichtiger Schritt für die Integration in den spanischen Markt.

Regulatorisch mischt N26 zunehmend mit. Bei einer Anhörung der neuen EU-Geldwäschebehörde (AMLA) sprachen sich Vertreter des Unternehmens für den verstärkten Einsatz KI-gestützter Compliance-Systeme aus. In Berlin sucht die Bank derzeit spezialisierte Fachkräfte – darunter ICT-Risikomanager und Senior-Prüfungsmanager, die Risikobewertungen nach den Vorgaben der Digitalen operationalen Resilienz-Verordnung (DORA) und der MaRisk durchführen sollen.

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Wettbewerb wird härter

Der Markt für digitale Bankdienstleistungen in Europa wird enger. JPMorgan ist mit seiner Digitalbank Chase in den deutschen Markt eingestiegen und wirbt mit einem Tagesgeldprodukt. Der US-Riese investiert jährlich rund 17 bis 18 Milliarden Euro in seine Technologie – eine Größenordnung, die N26 nicht erreichen kann.

Doch auch die etablierten deutschen Kreditinstitute rüsten auf. Die Sparkassen-Finanzgruppe plant noch für diesen Sommer den Einstieg ins Krypto-Geschäft für Privatkunden. Über die Plattform der DZ Bank wollen auch Genossenschaftsbanken Bitcoin und Ethereum anbieten.

Hinzu kommen neue internationale Anbieter: Eine Tochter des indischen Fintechs Paytm sicherte sich am 2. Juli eine Zahlungsinstitutslizenz in Luxemburg. Das ungarische Unternehmen Pay10 erhielt eine E-Geld-Lizenz und plant Sofortüberweisungen sowie QR-Zahlungen.

MiCA-Verordnung schafft neue Dynamik

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Seit dem 1. Juli 2026 ist die EU-weite MiCA-Verordnung für Kryptowerte vollständig in Kraft. Das Unternehmen Bridge, das zum Zahlungsabwickler Stripe gehört, hat bereits eine Lizenz in Luxemburg erhalten, um Euro-gestützte Stablecoins und IBAN-Dienste in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten anzubieten.

Für N26 bedeutet das: Der Druck wächst von allen Seiten. Mit den neuen Aufsichtsräten will die Bank nun Erfahrung und Stabilität in die Führungsebene holen – und sich so für die nächste Wachstumsphase rüsten.

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