Myomembolisation, Landesklinikum

Myomembolisation: Landesklinikum Horn bietet schonende Alternative zur OP

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 20:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Landesklinikum Horn ergänzt die Myombehandlung um ein kathetergestütztes Verfahren; die Eignung wird individuell und interdisziplinär geprüft.

Landesklinikum Horn führt organerhaltende Myomembolisation ein
Ein heller, steriler Behandlungsraum in einer Klinik mit einem leeren, verstellbaren Krankenbett. Illustration mit AI erstellt.

Bei der Behandlung von gutartigen Wucherungen der Gebärmutter gewinnen organerhaltende und schonende Verfahren zunehmend an Bedeutung. Gutartige Muskelknoten, sogenannte Gebärmuttermyome, können abhängig von ihrer Größe und Lage unterschiedliche Beschwerden wie starke Blutungen oder Schmerzen hervorrufen.

Während früher häufig operative Entfernungen des Gewebes oder des gesamten Organs im Vordergrund standen, erweitern medizinische Einrichtungen das therapeutische Spektrum um minimalinvasive Alternativen. Wie das Landesklinikum Horn laut einem Bericht vom 4. Oktober 2026 bekannt gab, wurde dort die Myomembolisation als zusätzliche Behandlungsform etabliert.

Funktionsweise des kathetergestützten Gefäßverschlusses

Die Myomembolisation stellt einen gefäßbasierten Eingriff dar, der darauf abzielt, die Wucherungen gezielt von ihrer Nährstoffversorgung abzuschneiden. Bei diesem Verfahren wird ein feiner Arterienkatheter in das Gefäßsystem eingebracht und bis zu den Blutgefäßen vorgeschoben, die das betroffene Myomgewebe versorgen.

Über den gelegten Katheter werden gezielt Partikel injiziert. Diese Partikel setzen sich in den feinen Verzweigungen der arteriellen Blutbahnen fest und reduzieren die Blutversorgung der Myome nachhaltig.

Infolge der gedrosselten oder unterbrochenen Blutzufuhr wird das betroffene Myomgewebe nicht mehr ausreichend versorgt. Das Ziel dieser gezielten Unterbindung besteht darin, dass die Myome im Verlauf der nachfolgenden Zeit schrumpfen und die damit verbundenen klinischen Beschwerden der Patientinnen spürbar zurückgehen.

Erhalt der Gebärmutter als wesentlicher Vorteil

Ein zentraler Vorteil des minimalinvasiven Vorgehens liegt darin, dass der Eingriff ohne eine vollständige operative Organentfernung auskommt. Bei der Embolisation bleibt die Gebärmutter intakt, da kein Schnitt im Bauchraum oder am Uterus vorgenommen werden muss, um das Gewebe manuell herauszuschneiden.

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Durch das Schrumpfen der Knoten nach der Embolisation bildet sich der Druck auf das umliegende gesunde Gewebe und benachbarte Organe zurück. Damit können Beschwerden wie Druckgefühle im Unterleib oder untypische Blutungsverläufe nachlassen, ohne dass ein invasiver chirurgischer Eingriff notwendig ist.

Für viele Patientinnen stellt die Option, das Organ zu bewahren, einen entscheidenden Faktor bei der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten dar.

Interdisziplinäre Abklärung und Berücksichtigung der Lebensplanung

Nicht jeder Befund eignet sich gleichermaßen für eine Embolisationsbehandlung. Aus diesem Grund setzt das Landesklinikum Horn auf eine strukturierte und individuelle Vorabprüfung. Die Eignung der Patientinnen für das Verfahren wird interdisziplinär bewertet, um die medizinische Ausgangslage exakt zu bestimmen.

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Starke Blutungen und Druck im Unterleib belasten den Alltag — und viele Betroffene fürchten, dass am Ende nur die Entfernung der Gebärmutter bleibt. Doch die Eignung für ein organerhaltendes Verfahren lässt sich vorab strukturiert prüfen. Dieser Ratgeber zeigt, welche Fragen Sie im Gespräch mit den Fachbereichen stellen sollten. Fragenkatalog für Ihr Arztgespräch sichern

Bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung spielen persönliche Faktoren der Betroffenen eine maßgebliche Rolle. Insbesondere ein bestehender oder zukünftiger Kinderwunsch fließt in die Wahl der therapeutischen Methode ein. Fachkräfte betonen in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer genauen Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen, um für jede individuelle Situation den passenden Behandlungsweg zu definieren.

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