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Musk warnt: KI übertrifft Menschheit in fünf Jahren

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 11:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Elon Musk sieht KI als existenzielle Gefahr und fordert gemeinsame Sicherheitsstandards mit Konkurrenten. Er prophezeit zudem ein Ende des Geldes bis 2036.

Elon Musk warnt vor KI-Risiko und plädiert für Branchen-Kooperation
Hightech-Serverraum mit leuchtenden Glasfaserkabeln und metallischen Serverracks für KI-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Tech-Milliardär sieht die Künstliche Intelligenz als existenzielle Bedrohung – und plädiert überraschend für Zusammenarbeit mit der Konkurrenz.

Elon Musk schlägt alarmierende Töne an. In einem Interview mit The Economist im Juli 2026 erklärte der Unternehmer, dass KI bereits in fünf Jahren die kollektive Intelligenz aller Menschen übertreffen könnte. Gleichzeitig bezifferte er das Risiko einer Auslöschung der Menschheit durch die Technologie auf zehn bis zwanzig Prozent.

Kein Platz für persönliche Animositäten

Musk signalisiert eine bemerkenswerte Kehrtwende: Er ist bereit, persönliche Differenzen mit Branchengrößen wie OpenAI-CEO Sam Altman beiseitezulegen. Sein Ziel: verbindliche Sicherheitsprotokolle für die gesamte Industrie. Konkret schlägt er vor, dass konkurrierende KI-Labore gegenseitige Inspektionen durchführen und eine gemeinsame Testinstanz einrichten sollen – eine Idee, die zuvor von DeepMind-Führungskräften ins Spiel gebracht wurde.

Die Kooperationsvorschläge enden nicht an Landesgrenzen. Musk fordert, dass KI-Labore in den USA und China ihre Modelle vor der Veröffentlichung gegenseitig prüfen lassen. Ein Schritt, der globale Risiken minimieren soll.

Überraschende Allianzen

Ende Juli 2026 unterstützte Musk öffentlich Nvidias Open-Source-Strategie für KI – und stellte sich damit gegen Unternehmen wie OpenAI und Anthropic, die auf geschlossene Systeme setzen. In einer weiteren überraschenden Wendung lobte der Tesla-Chef ausgerechnet Anthropic für dessen Rechenmodelle und Infrastruktur. Der Hintergrund: Eine Partnerschaft zwischen SpaceX und Anthropic gewährte dem KI-Unternehmen Zugang zum Colossus-1-Rechenzentrum.

Das Ende des Geldes?

Die Entwicklung von KI und Robotik werde ein Zeitalter des „unglaublichen Überflusses“ einleiten, prophezeit Musk. Menschliche Arbeit könnte überflüssig werden. Bereits 2036, so seine Prognose, würde die hohe Produktivität automatisierter Systeme traditionelles Geld irrelevant machen. Die Weltwirtschaft würde von Inflation zu permanenter Deflation übergehen – Güter und Dienstleistungen ließen sich nahezu kostenlos produzieren.

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Zur Bewältigung dieses Wandels schlägt Musk ein universelles Grundeinkommen vor, das der Staat direkt an die Bürger auszahlt. In zehn Jahren, so der Unternehmer, würden Menschen wahrscheinlich nicht mehr die primären Entscheidungsträger auf dem Planeten sein. Der Zug der KI-Entwicklung sei nicht mehr aufzuhalten.

Integration der Firmenimperien

Die neue KI-Strategie fällt mit Berichten über eine engere Verflechtung von Musks Unternehmen zusammen. Analysten spekulieren über eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX bereits 2027. Untermauert wird dies durch die Übernahme von xAI durch SpaceX – finanziert mit einer Zwei-Milliarden-Dollar-Investition von Tesla. Die Firmen arbeiten bereits an einer gemeinsamen Terafab-Anlage in Austin, Texas, um Projekte für autonomes Fahren und den Roboter Optimus voranzutreiben.

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Marktvolatilität und politische Eskapaden

Trotz der langfristigen Visionen kämpfen Musks Firmen mit Kursschwankungen. Nach einem Höchststand am 16. Juni 2026 fiel die SpaceX-Aktie um rund 50 Prozent – mit deutlichen Folgen für Musks Vermögen. Tesla veröffentlichte am 22. Juli 2026 seine Zweitquartalszahlen: Der Umsatz von 28,24 Milliarden Dollar übertraf die Analystenerwartungen, doch der Non-GAAP-Gewinn pro Aktie von 0,33 Dollar blieb hinter den prognostizierten 0,54 Dollar zurück.

In der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen hob Musk einen erfolgreichen Einkauf von Speicherchips bei Micron zu günstigen Konditionen hervor – ein kritischer Erfolg für Teslas KI-Ambitionen in Zeiten rekordhoher Komponentenpreise. Auf seine jüngste öffentliche Aktivität angesprochen, räumte Musk ein, sich in den vergangenen Monaten zu sehr in politischen Kommentaren verloren zu haben.

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