Muse, Metas

Muse Image: Metas KI-Generator nutzt Instagram-Fotos ohne Benachrichtigung

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 16:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Metas neuer KI-Bildgenerator Muse Image sorgt mit der Nutzung öffentlicher Instagram-Fotos für scharfe Kritik von Datenschützern.

Meta Muse Image: KI-Generator nutzt Instagram-Fotos ohne Zustimmung
Ein abstraktes, leuchtendes neuronales Netz über verschwommenen Social-Media-Profilbildern, das die Verarbeitung von Nutzerdaten durch KI symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das System aus den hauseigenen Superintelligence Labs nutzt standardmäßig öffentliche Instagram-Fotos – und sorgt damit für massive Kritik von Datenschützern.

Was Muse Image kann

Muse Image arbeitet als sogenannte Agenten-KI. Anders als herkömmliche Modelle plant das System komplexe Arbeitsschritte selbstständig, führt Code aus und zieht per Websuche externe Informationen hinzu. In der Image Arena belegt das Tool laut Branchen-Benchmarks derzeit Platz zwei – hinter GPT Image 2.

Nutzer können Bilder per Texteingabe erzeugen, bestehende Fotos mischen oder gezielt bearbeiten. Die Integration läuft schrittweise: Erst in den USA, dann in Diensten wie WhatsApp und Instagram Stories. Die Grundfunktionen sind kostenlos, für intensivere Nutzung gibt es ein Abo.

Der Streitpunkt: Instagram-Daten

Das Problem: Sobald Nutzer öffentliche Instagram-Fotos per @-Erwähnung adressieren, greift Muse Image darauf zu. Organisationen wie Privacy International und Foxglove kritisieren scharf, dass betroffene Nutzer keine Benachrichtigung erhalten – weder für KI-Remixes noch für Trainingseinheiten.

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Was können Nutzer tun?
- Privates Profil: Inhalte sind automatisch geschützt
- Einstellungen: In der Instagram-App lässt sich die Funktion unter „Teilen und wiederverwenden“ deaktivieren – aber nur dort, nicht im Browser
- Regionalspezifisch: In der EU und Großbritannien gibt es ein Opt-out-Verfahren im Privacy Center. Außerhalb dieser Regionen fehlen vergleichbare Mechanismen oft ganz

Bereits im April 2025 mahnte die Verbraucherzentrale NRW Meta ab – damals wegen geplanter KI-Trainings mit öffentlichen Facebook- und Instagram-Inhalten.

Regulierung und Börsenreaktion

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Der EU AI Act greift ab dem 2. August 2026. Meta muss KI-generierte Inhalte dann kennzeichnen – mit einem unsichtbaren Wasserzeichen namens „Content Seal“. Bis zum 2. Dezember 2026 muss eine vollständige, maschinenlesbare Kennzeichnung aller KI-Medien stehen.

Die Börse reagierte verhalten. Die Meta-Aktie fiel am heutigen Donnerstag um 1,99 Prozent auf 517,30 Euro. Auch international wächst der Druck: Die indische Regierung prüft derzeit die neuen KI-Funktionen auf Vereinbarkeit mit lokalen Datenschutzgesetzen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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