MSI XpertStation WS300: 20 Petaflops für lokale KI-Anwendungen
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 10:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
MSI hat die XpertStation WS300 vorgestellt, eine Workstation, die auf der NVIDIA-GB300-Grace-Blackwell-Ultra-Plattform basiert. Das Gerät richtet sich an Unternehmen und Entwicklerteams, die rechenintensive KI-Anwendungen lokal betreiben wollen, und ist ab sofort über die Vertriebspartner ASI, D&H und Newegg erhältlich.
Technische Ausstattung
Kernstück der WS300 ist eine 72-Kern-Grace-CPU, kombiniert mit 496 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Für KI-Berechnungen stehen 252 GB HBM3e-VRAM mit einer Bandbreite von 7,1 TB/s zur Verfügung, insgesamt kommt das System auf 748 GB kohärenten Speicher. Damit erreicht die Workstation laut MSI bis zu 20 Petaflops bei FP4-Berechnungen und soll Modelle mit bis zu einer Billion Parametern verarbeiten können.
Optional lässt sich die WS300 mit einer RTX-Pro-Blackwell-GPU sowie einem ConnectX-8-SuperNIC mit einer Anbindung von 800 Gbps ausstatten. Zwei zusätzliche M.2-Steckplätze erlauben eine Erweiterung des lokalen Speichers. Für die Vernetzung mehrerer Systeme bietet die Workstation duale 400-GbE-Netzwerkverbindungen über den ConnectX-8-SuperNIC.
Basis auf NVIDIA-DGX-Architektur
Die WS300 baut auf der NVIDIA-DGX-Station auf und unterstützt die Vernetzung von zwei Systemen zu einem Cluster. Dies erlaubt es Kunden, die Rechenleistung bei Bedarf zu skalieren, ohne auf eine vollständige Rechenzentrumsinfrastruktur umsteigen zu müssen.
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Laut MSI ist die Workstation für lokale KI-Entwicklung, Fine-Tuning, multimodale KI-Anwendungen sowie Hochleistungs-Inferenz konzipiert. Zudem unterstützt das System NVIDIA NeMoClaw mit OpenShell-Runtime, was den Einsatz für agentische KI-Anwendungen ermöglichen soll, bei denen KI-Modelle eigenständig mehrstufige Aufgaben ausführen.
Preis im hohen fünfstelligen Bereich
Der Verkaufspreis der XpertStation WS300 liegt bei 99.900 US-Dollar. Damit positioniert MSI das Gerät als High-End-Lösung für Unternehmen, die auf eigene KI-Infrastruktur setzen, statt Rechenkapazitäten bei Cloud-Anbietern zu mieten.
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Mit der WS300 reagiert MSI auf die wachsende Nachfrage nach dedizierter Hardware für den Betrieb großer KI-Modelle außerhalb klassischer Rechenzentren.
Durch die Kombination aus hoher Speicherbandbreite, großem kohärenten Speicherpool und Cluster-Fähigkeit positioniert sich das System als Werkzeug für Forschungsabteilungen und Entwicklerteams, die Kontrolle über ihre KI-Infrastruktur behalten wollen, ohne auf externe Cloud-Kapazitäten angewiesen zu sein.
