MRT-Wartezeiten, Oberösterreich

MRT-Wartezeiten in Oberösterreich: Im Schnitt dauert es jetzt 30 Tage

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 05:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Gerät verkürzt Wege zur MRT-Diagnostik; zugleich steigen in Oberösterreich die Wartezeiten auf durchschnittlich 30 Tage.

Klinikum Freistadt nimmt neues MRT für regionale Diagnostik in Betrieb
Moderner, heller Krankenhausflur in einem ländlichen Klinikgebäude mit minimalistischer Architektur und natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Modernisierung der bildgebenden Diagnostik im ländlichen Raum gewinnt im Rahmen übergeordneter Versorgungsstrategien an Bedeutung. Am Klinikum Freistadt ist seit Anfang Oktober 2026 ein neues Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT) im Einsatz.

Die Inbetriebnahme ist Teil des regionalen „Gesundheitsplans 2030“ und basiert auf einem Kooperationsmodell mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Das Angebot steht vorerst stationären sowie ambulanten Patientinnen und Patienten des Klinikums offen, bevor in einem späteren Schritt auch Zuweisungen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte abgewickelt werden sollen.

Infrastrukturausbau und Masterplan in Freistadt

Das neue Gerät bietet Patientinnen und Patienten den Zugang zu röntgenstrahlungsfreier Diagnostik direkt vor Ort. Dadurch entfallen bisher notwendige Fahrten an entferntere Standorte wie Linz oder Rohrbach. Die Inbetriebnahme in Freistadt folgt dabei auf ähnliche Installationen an den Standorten Kirchdorf und Grieskirchen.

Der neu geschaffene MRT-Bereich umfasst eine Fläche von 550 Quadratmetern. Die Bauarbeiten dafür liefen seit Mai 2025. Der gesamte Zubau soll im Winter 2027/28 fertiggestellt werden. Wie Landeshauptmann Thomas Stelzer mitteilte, belaufen sich die Investitionen in die Weiterentwicklung des Spitalsstandorts auf rund 44 Millionen Euro.

Der zugehörige Masterplan sieht neben der Radiologieadaptierung weitere Maßnahmen vor: Errichtet werden eine neue Intensivstation, moderne Operationssäle, ein tagesklinischer Bereich sowie ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Klinikums.

Ergänzt wird das Vorhaben durch die Anpassung der Erstversorgungseinheit und der Ambulanzen sowie die Schaffung von Palliativbetten und modernisierten Sonderklasse-Zimmern.

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In Oberösterreich dauert es derzeit im Schnitt 30 Tage bis zum MRT-Termin — im Vorjahr waren es noch 25. Wer weiß, welche Standorte es gibt und wie die Zuweisung richtig aufgesetzt wird, verliert weniger Zeit. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie in klaren Schritten durch Terminvergabe, Standortwahl und Zuweisung. Kostenlosen MRT-Leitfaden jetzt anfordern

Versorgungsdichte und Wartezeiten in Oberösterreich

Die Inbetriebnahme des Geräts steht im Kontext steigender Anforderungen an die radiologische Kapazität in Oberösterreich. Derzeit befinden sich im Bundesland 28 MRT-Geräte im Einsatz, ergänzt durch Geräte bei acht niedergelassenen und fünf privaten Medizinern.

Zuletzt wurden in Oberösterreich mehr als 86.000 MRT-Untersuchungen registriert. Zugleich verlängerten sich die durchschnittlichen Wartezeiten: Sie beliefen sich heuer auf durchschnittlich 30 Tage, verglichen mit 25 Tagen im vorangegangenen Jahr.

Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander verwies mit Blick auf die Versorgungsengpässe darauf, dass die Sozialversicherung beim Ausbau des MRT-Angebots seit Jahren im Rückstand liege. Um die wohnortnahe Versorgung weiter abzusichern, sieht die regionale Planung zusätzliche Installationen vor: Für das Jahr 2027 ist ein Standort am Klinikum Schärding projektiert, für 2028 folgt das Salzkammergut Klinikum Bad Ischl.

Gesetzlicher Rahmen und bundesweite Finanzierung

Österreichweit sieht der Gesamtvertrag eine maximale Wartezeit von 20 Werktagen vor. Während Institute mit Gesamtvertrag diesen Schnitt mit 19 Tagen einhalten, liegt der Mittelwert bei Kooperationsgeräten an Spitälern bei 25,4 Tagen.

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Parallel dazu stiegen die Ausgaben der ÖGK für MRT-Leistungen spürbar an: Wurden 2018 noch 93,53 Millionen Euro aufgewendet, belief sich das Volumen 2025 auf 160,88 Millionen Euro. Im Rahmen des MRT/CT-Zielbilds 2030 ist neben dem Ausbau von Gerätekapazitäten auch die flächendeckende Einführung einer elektronischen Zuweisung bis Ende 2027 vorgesehen.

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