Mordred, Hermes

Mordred für Hermes Agent: Ryodan veröffentlicht Datenschutz-Plugin

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 20:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Plugin erzwingt Sicherheitsregeln im Code, verschlüsselt KI-Prozesse und speichert Schlüssel ausschließlich auf dem Endgerät.

Ryodan Systems veröffentlicht Mordred: Datenschutz für Hermes Agent
Nahaufnahme einer elektronischen Leiterplatte mit Sicherheitsmodul-Hardware in einer professionellen technischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Schweizer Unternehmen Ryodan Systems AG hat das quelloffene Datenschutz-Plugin Mordred für den Open-Source-KI-Agenten Hermes Agent bereitgestellt.

Die Software soll zentrale Sicherheits- und Privatsphäre-Funktionen direkt auf Code-Ebene verankern, wie Medienberichte vom 6. Oktober 2026 darlegen. Das in Zug ansässige und von Reona Hioki vertretene Unternehmen veröffentlichte das Werkzeug unter der MIT-Lizenz auf GitHub sowie über das Paketverwaltungssystem PyPI. Die Einrichtung des Plugins erfolgt laut Unternehmensangaben über eine einzige Kommandozeile.

Schutz auf Code-Ebene statt über Prompts

Mordred setzt bei der Absicherung autonomer KI-Prozesse an und verschlüsselt die Kommunikation, das Gedächtnis sowie die KI-Inferenz. Ein wesentlicher technischer Unterschied zu herkömmlichen Schutzansätzen besteht darin, dass Sicherheitsregeln nicht über einfache Textanweisungen, sogenannte Prompts, formuliert werden.

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Stattdessen setzt das Plugin die Richtlinien fest im Programmcode durch. Unerlaubte Datenübertragungen und Operationen werden direkt durch die Code-Logik blockiert. Ergänzend prüft das System die Kommunikationsanforderungen externer Fähigkeiten („Skills“) bereits im Vorfeld einer Installation.

Bei der Verwaltung kryptografischer Schlüssel setzt die Software strikt auf hardwarebasierte Sicherheitsmodule. Sämtliche Schlüssel verbleiben auf dem jeweiligen Endgerät und werden entweder in der Secure Enclave unter macOS oder im Trusted Platform Module (TPM 2.0) unter Linux gespeichert. Eine Ausweichlösung auf reine Software-Schlüssel ist im System nicht vorgesehen. Zudem verzichtet das Plugin vollständig auf das Erfassen von Telemetriedaten.

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Sechs Module und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Architektonisch gliedert sich Mordred in sechs Kernkomponenten: llm_guard, keyvault, network, e2e, privacy_check und wizard. Diese Module decken verschiedene Aufgaben von der Inferenz-Überwachung über das Schlüsselmanagement bis zur Konfigurationsführung ab.

Für die Integration in Kommunikationsplattformen bietet Mordred ebenfalls Schutzmechanismen: Anweisungen und Antworten, die über Slack oder Discord übermittelt werden, verschlüsselt das System über das Verfahren ENC:v3.

Aktuell liegt das Datenschutz-Plugin in der Version Alpha v0.2.0a0 für die Betriebssysteme macOS und Linux vor. Interessierte Anwender können verschiedene Schutzstufen zudem in einer webbasierten Testumgebung erproben. In diesem Browser-Labor stehen die drei Richtlinien-Modi Strict, Lenient und Off zur Verfügung, um das Verhalten des Agenten unter unterschiedlichen Vorgaben zu analysieren.

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