Mobilitätstests, Einfache

Mobilitätstests: Einfache Übungen senken Sterberisiko um 61%

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Studie mit 13.423 Menschen ab 65 Jahren verknüpft gute Mobilität und Balance mit einem deutlich geringeren relativen Sterberisiko.

Studie zeigt: Einfache Bewegungstests weisen Sterberisiko aus
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Untersuchungsraum in einer medizinischen Einrichtung mit einem einzelnen Holzstuhl. Illustration mit AI erstellt.

Die Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Alter gewinnt in der medizinischen Vorsorge zunehmend an Gewicht. Eine Anfang September 2026 im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlichte Studie liefert neue wissenschaftliche Belege dafür, wie präzise einfache physische Tests das Sterberisiko von Senioren prognostizieren können.

Die Ergebnisse der großangelegten Untersuchung verdeutlichen, dass insbesondere die Mobilität und das Gleichgewichtssinn als zentrale Indikatoren für die allgemeine Lebenserwartung fungieren.

Methodik und Umfang der Untersuchung

Für die Erhebung griffen die Forscher auf eine umfangreiche Datenbasis von 13.423 Personen aus Taiwan zurück. Die Teilnehmer wiesen zu Beginn der Untersuchung ein Mindestalter von 65 Jahren auf, wobei das Durchschnittsalter der Probanden bei 72,9 Jahren lag. Ziel der Studie war es, die Korrelation zwischen der motorischen Leistungsfähigkeit und der Mortalität über einen längeren Zeitraum zu bestimmen.

Die wissenschaftliche Begleitung der Probanden erstreckte sich über einen Beobachtungszeitraum von etwa sieben Jahren. In dieser Zeitspanne wurden insgesamt 1.631 Todesfälle innerhalb der untersuchten Gruppe registriert.

Zur Einstufung der körperlichen Verfassung setzten die Experten auf drei etablierte Testverfahren: den Einbeinstand über eine Dauer von 30 Sekunden, das wiederholte Aufstehen von einem Stuhl innerhalb von 30 Sekunden sowie den sogenannten Aufsteh-und-Geh-Test (Timed Up-and-Go).

Signifikante Senkung des Sterberisikos durch Mobilität

Die Auswertung der Daten zeigt laut dem Forschungsbericht signifikante Unterschiede in der Sterblichkeit, abhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit in den jeweiligen Tests. Die Forscher verglichen hierzu die leistungsstärksten 20 Prozent der Teilnehmer mit den schwächsten 20 Prozent.

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Dabei ergab sich beim Aufsteh-und-Geh-Test die deutlichste Abweichung: Die leistungsstarke Gruppe verfügte über ein um 59 Prozent niedrigeres relatives Sterberisiko. Beim Einbeinstand lag das Risiko für die Spitzengruppe um 50 Prozent niedriger, während beim Test zum Aufstehen vom Stuhl eine Reduktion des relativen Sterberisikos um 45 Prozent festgestellt wurde.

Die Bedeutung kombinierter Testverfahren

Ein wesentlicher Aspekt der Studie war zudem die Betrachtung der kombinierten Ergebnisse aller drei Einzeltests. Es zeigte sich, dass eine durchgehend gute Leistung in allen Kategorien die aussagekräftigste Prognose ermöglichte.

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Teilnehmer, die in der Gesamtschau aller Übungen zu den obersten 20 Prozent gehörten, wiesen laut der im September 2026 publizierten Daten ein um 61 Prozent niedrigeres relatives Sterberisiko auf als jene Probanden mit den schlechtesten Ergebnissen.

Diese Erkenntnisse unterstreichen den Wert von Mobilitätstests in der klinischen Praxis. Den Studienautoren zufolge könnten solche einfachen, aber effektiven Diagnosewerkzeuge dabei helfen, frühzeitig gesundheitliche Risiken bei älteren Menschen zu identifizieren und gezielte Interventionsmaßnahmen einzuleiten.

Die Ergebnisse bestätigen, dass körperliche Vitalität weit über die rein sportliche Komponente hinaus eine essenzielle Rolle für die verbleibende Lebensspanne im Alter spielt.

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