MMS-Ende, Telekom

MMS-Ende 30. Juni: Deutsche Telekom, O2 und 1&1 stellen Dienst ein

04.06.2026 - 16:14:51 | boerse-global.de

Die Abschaltung des 2G-Netzes bedroht Telematik und Notrufsysteme älterer Autos. Parallel endet der MMS-Dienst, während 5G-Ausbau und neue Sicherheitslösungen voranschreiten.

2G-Abschaltung: Fahrzeuge vor 2018 verlieren Notruffunktion
MMS-Ende - Ein Vintage-Klapphandy zeigt eine alte MMS-Nachricht, im Hintergrund verschwommene moderne Smartphones und Funktürme. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes in Deutschland nimmt konkrete Formen an – mit weitreichenden Folgen für Fahrzeuge, die vor 2018 gebaut wurden. Denn viele dieser Modelle nutzen noch die veraltete Technologie für Notrufsysteme und Telematik-Dienste. Ein Upgrade auf 4G oder 5G ist oft nicht ohne Weiteres möglich.

Autoindustrie besonders betroffen

Die Abschaltung trifft vor allem ältere Fahrzeuge hart. Technische Berichte zeigen: Autos aus der Zeit vor 2018 sind besonders verwundbar, weil sie häufig auf 2G-Module angewiesen sind. Der Schritt ist Teil eines branchenweiten Umbruchs hin zu effizienteren Standards. Für Besitzer älterer Hardware, die sich nicht einfach aufrüsten lässt, wird das zum echten Problem.

Anzeige: Die 2G-Abschaltung betrifft vor allem Fahrzeuge vor 2018 – Notruf und Telematik fallen aus. In unserem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie in 3 Schritten, ob Ihr Auto betroffen ist und welche Nachrüst-Optionen es gibt. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern

MMS stirbt endgültig – RCS übernimmt

Parallel zum 2G-Aus bereiten die großen Netzbetreiber das Ende weiterer Alt-Dienste vor. Deutsche Telekom, O2 Telefónica und 1&1 haben angekündigt, den Multimedia Messaging Service (MMS) zum 30. Juni 2026 komplett einzustellen. Vodafone hatte die MMS-Funktion bereits im Januar 2023 deaktiviert – die Nutzung war zuvor um über 96 Prozent eingebrochen.

Als Nachfolger positioniert die Branche Rich Communication Services (RCS). Der Standard „Universal Profile 4.0" wurde im März 2026 finalisiert. Der Wandel ist dramatisch: Wurden 2012 noch 60 Milliarden SMS in Deutschland verschickt, dürften es 2025 gerade einmal 2,9 Milliarden gewesen sein.

5G-Ausbau: Kooperationen und neue Sicherheitslösungen

Während 2G und MMS verschwinden, treiben die Anbieter den Ausbau von 5G und Glasfaser voran. Telefónica (O2) und EWE haben eine Kooperation geschlossen, um die 5G-Versorgung in Nordwestdeutschland zu verbessern. Die Partnerschaft nutzt EWE-Glasfaseranschlüsse und rund 100 bestehende Funkmasten aus dem 450Connect-Netz – ein Gewinn vor allem für ländliche Regionen.

Moderne Mobilfunk-Infrastruktur findet auch in der Sicherheitstechnik neue Anwendungen. Rheinmetall und die Deutsche Telekom entwickeln gemeinsam ein ziviles Drohnen-Abwehrschild für kritische Infrastruktur. Das System erkennt Drohnen über Hochfrequenz-Sensoren auf Mobilfunkmasten. Forscher der Universität der Bundeswehr München und der Telekom untersuchen zudem, wie sich 5G-gesteuerte Drohnen im Netz verfolgen lassen.

Anzeige: Ihr Auto baut auf 2G-Technik? Dann wird es Zeit zu handeln: Ohne Nachrüstung drohen ab 30. Juni 2025 Ausfälle bei Notruf und Telematik. Der Ratgeber zeigt Ihnen die drei günstigsten Wege, Ihr Fahrzeug fit für die Zukunft zu machen. Ratgeber jetzt kostenlos sichern

EU-Plan und deutsche Debatte: Wohin steuert die Netz-Infrastruktur?

Der 2G-Aus ist Teil einer größeren europäischen Modernisierungsoffensive. Mit dem geplanten Digital Networks Act will die EU-Kommission Kupfernetze bis 2035 komplett abschalten. Der Zeitplan steht allerdings in der Kritik: Der Branchenverband Connect Europe – in dem Telekom, Vodafone und Telefónica sitzen – meldet Bedenken an, was Eigentumsrechte und eine mögliche Unterversorgung im ländlichen Raum angeht.

In Deutschland fordern einige sogar ein noch schnelleres Ende alter Technik. Die Führung von Vodafone Deutschland plädiert für eine Abschaltung von DSL-Anschlüssen ab 2028, um Ressourcen auf Glasfaser und Kabel zu konzentrieren. Doch der Ausbau bleibt uneinheitlich: In Regionen wie Bad Wildungen haben mehrere Anbieter ihre Glasfaser-Pläne gestoppt. Die Stadt steht damit vor dem Problem, kaum Optionen für schnelle Internet-Upgrades zu haben.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69483127 |