Minnesota, Krypto-Geldautomaten

Minnesota verbietet Krypto-Geldautomaten: Betrug-Kampf ab heute

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 18:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Imposter-Scams und Paketbetrug nehmen massiv zu. Minnesota verbietet Krypto-Kioske, während das FBI bundesweite Verluste von 333 Millionen Dollar meldet.

Krypto-Geldautomaten: Behörden warnen vor drastisch steigender Betrugswelle
Symbolische Darstellung von Cybersicherheit mit einem digitalen Vorhängeschloss auf einer Leiterplatte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsexperten beobachten aktuell eine signifikante saisonale Zunahme von Identitätsdiebstahl und Betrugsfällen im Zusammenhang mit Krypto-Geldautomaten. Angesichts dieser Entwicklung rufen Fachleute die Verbraucher zu verschärften Schutzmaßnahmen auf, um den professionell organisierten Betrugsmaschen entgegenzuwirken. Besonders im Sommer verzeichnen Analysten einen drastischen Anstieg bei sogenannten Imposter-Scams und Paketbetrug.

Massive Zunahme bei Identitätsdiebstahl und Imposter-Scams

Datenanalysen für das Jahr 2026 belegen eine deutliche Verschärfung der Bedrohungslage. So sind die Fallzahlen bei Imposter-Scams, bei denen sich Kriminelle als andere Personen oder Behördenvertreter ausgeben, um 144 % gestiegen. Auch der Paketbetrug verzeichnete in den letzten Monaten ein Plus von 89 %. Bereits im Vorjahr verursachten diese Betrugsformen in den USA Kosten in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar.

Experten raten dringend zur Nutzung von VPN-Diensten, der Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) sowie zur regelmäßigen Überprüfung von Kontoauszügen. Im Falle eines Schadens wird die Meldung an Behörden wie die Federal Trade Commission (FTC) empfohlen. Auch die Social Security Administration warnt vor betrügerischen Textnachrichten, die den Stopp von Sozialleistungen vortäuschen. Die Behörde betont, dass niemals Zahlungen per Geschenkkarte, überweisung oder Kryptowährung verlangt würden. Laut FBI verloren allein Bürger über 60 Jahre im Jahr 2024 durch derartige Betrugsmaschen insgesamt 4,885 Milliarden US-Dollar.

Verschärfte Regulierung von Krypto-Geldautomaten

Ein zentrales Instrument der Betrüger sind Krypto-Geldautomaten, die zunehmend in den Fokus der Gesetzgeber geraten. In Minnesota ist am heutigen Tag ein Gesetz in Kraft getreten, das den Betrieb dieser Kioske untersagt. Bis zum 31. Dezember müssen sämtliche Maschinen im Bundesstaat entfernt werden. Zuvor hatten Regulierungsbehörden zwischen 2023 und 2025 insgesamt 134 Beschwerden registriert, wobei sich die Verluste auf rund 1 Million US-Dollar beliefen. Die Gelder wurden nach Behördenangaben größtenteils ins Ausland transferiert.

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In Texas wurden dem FBI für das Jahr 2025 Verluste in Höhe von 56,8 Millionen US-Dollar gemeldet, womit der Bundesstaat die USA bei Schäden durch Krypto-Kioske anführt. Rund 1.200 Opfer wurden dort registriert. Häufig geben sich die Täter als Polizisten oder Gerichtsbeamte aus, um Einzahlungen zu erzwingen. Als Reaktion auf die landesweiten Verluste durch Krypto-Geldautomaten, die das FBI für 2025 auf insgesamt 333 Millionen US-Dollar beziffert, wird auf Bundesebene ein Tageslimit von 2.000 US-Dollar für Einzahlungen diskutiert. New Hampshire hat eine solche Deckelung bereits eingeführt und verlangt zudem Rückerstattungen für Betrugsopfer.

Juristische Aufarbeitung und neue Phishing-Methoden

Auch die Strafverfolgungsbehörden intensivieren ihre Bemühungen. In den USA haben Staatsanwälte eine Klage zur Rückforderung von exakt 47.461,73111 USDT (rund 47.000 US-Dollar) eingereicht. Die Summe stammt aus Krypto-Automatenbetrug, bei dem fünf Opfer dazu verleitet wurden, Gelder in Bitcoin-Depot-Geldautomaten einzuzahlen, die mit derselben Wallet verknüpft waren. In New Hampshire führte die Polizei von Concord bereits im Februar 2026 eine Verhaftung im Zusammenhang mit Skimmer-Betrug durch. Der betroffene rumänische Staatsbürger wird beschuldigt, in der Region agiert zu haben, in der allein im Jahr 2025 mehrere Millionen Dollar durch Betrug verloren gingen.

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Zusätzlich warnt der Internal Revenue Service (IRS) vor einer neuen Phishing-Kampagne. Dabei erhalten Inhaber von Kryptowährungen gefälschte Compliance-Schreiben mit QR-Codes. Diese führen auf täuschend echt wirkende Nachahmerseiten der Behörde, auf denen persönliche Daten und Wallet-Details abgefragt werden. Ermittlungen ergaben, dass die hierfür genutzte Domain in Rumänien gehostet wird. Fachleute raten daher zu extremer Vorsicht bei unaufgeforderten Schreiben und empfehlen, für Zahlungen kontaktlose Methoden wie Tap-to-Pay zu bevorzugen.

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