Mini-PC WO4 125H: PELADN bringt KI-Beschleunigung ins Gehäuse
28.05.2026 - 00:30:09 | boerse-global.deDer chinesische Hersteller PELADN bringt mit dem WO4 125H einen Mini-PC auf den Markt, der künstliche Intelligenz direkt im Gerät verarbeitet. Die offizielle Vorstellung erfolgte am heutigen Donnerstag.
Das Besondere an dem kompakten Rechner: Er setzt auf einen Intel Core 125H mit integrierter NPU (Neural Processing Unit). Diese „Intel AI Boost“ genannte Einheit soll maschinelles Lernen lokal beschleunigen – ohne Umweg über die Cloud. Der Prozessor selbst bringt es auf 14 Kerne und 18 Threads bei einer maximalen Taktfrequenz von 4,5 Gigahertz.
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Technische Ausstattung und Anschlüsse
Das Gehäuse misst gerade einmal 128 mal 128 mal 52 Millimeter und wiegt knapp 900 Gramm. Trotz der geringen Größe bietet der WO4 125H beachtliche Speichermöglichkeiten: Zwei 16-Gigabyte-DDR5-Riegel sind verbaut, aufrüstbar sind bis zu 96 Gigabyte. Zwei M.2-SSD-Steckplätze erlauben jeweils bis zu vier Terabyte Speicher.
Die Anschlussvielfalt überrascht für diese Klasse: Ein USB4-Port mit bis zu 40 Gigabit pro Sekunde sowie zwei 2,5-Gbit-LAN-Anschlüsse für kabelgebundene Netzwerke sind an Bord. Drahtlos wird über WiFi 6 und Bluetooth 5.2 kommuniziert. Ausgeliefert wird das System mit vorinstalliertem Windows 11 Pro.
Konkurrenz aus dem Hause AMD steht in den Startlöchern
Doch PELADN ist nicht allein auf dem Feld der KI-fähigen Mini-Rechner. Bereits im Juni 2026 soll ein System auf Basis des AMD Ryzen AI Halo (Codename Strix Halo) erscheinen – allerdings mit einer anderen Zielgruppe. Während der WO4 125H sich an ein breites professionelles Publikum richtet, zielt AMDs Lösung gezielt auf KI-Entwickler.
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Das AMD-Modell setzt auf den Ryzen AI Max+ 395 und beeindruckende 128 Gigabyte einheitlichen LPDDR5X-Speicher. Hinzu kommen 40 RDNA-3.5-GPU-Recheneinheiten. Vorinstalliert sein wird ROCm 7.2.2 für Windows und Linux. Unterstützt werden die Datenformate FP16 und INT8, nicht jedoch FP4.
Branchenexperten von Jon Peddie Research schätzen den Preis des AMD-Systems auf 2.000 bis 3.000 Euro. Damit wäre es eine deutlich günstigere Alternative zur Nvidia DGX Spark, die aktuell mit rund 4.700 Euro zu Buche schlägt. Offen bleibt allerdings, ob das AMD-Gerät beim Marktstart im Juni auch über schnelle Netzwerkschnittstellen verfügen wird.
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